Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Gruselige Grimassen im großen Garten

Herbst fest Gruselige Grimassen im großen Garten

Einen regelrechten Besucheransturm erlebte der Neue Botanische Garten zum Ausklang des Gartenjahres.

Voriger Artikel
Keine Blanko-Zusagen für geplante Windräder
Nächster Artikel
Schläger-Prozess: "Der wacht schon wieder auf"

Besonders die kleinen Besucher hatten großen Spaß beim Kürbis-Schnitzen.Foto: Henkel

Marburg. Direkt nach dem Mittagessen passierten die Besucher, vornehmlich Familien mit ihren Kindern, das Kassenhäuschen am Eingang. Bis zum Einbruch der Dunkelheit riss der Besucherstrom nicht mehr ab. Im Nachhinein nicht mehr exakt feststellbar, waren es wohl an die 1000 Besucher, die einen abwechslungsreichen Nachmittag auf den Lahnbergen verlebten.

Besonderen Anteil an der gelungenen Veranstaltung hatte der seit dem Jahre 2004 bestehende „Freundeskreis des Botanischen Gartens der Philipps Universität“. Das Herbstfest gehört seit einigen Jahren zum Abschluss seiner Veranstaltungsreihe, womit der Verein die Einrichtung unterstützt. „Wir finanzieren das ein oder andere, wofür die Universität keine Mittel bereitstellt“, berichtet Vereinsvorsitzende Elisabeth Bohl, die ihrem Amt einen Großteil ihrer Freizeit widmet. Der Veranstaltungs-Renner war in diesem Jahr einmal mehr das Kürbis-Schnitzen, an dem sich die Familien mit großer Freude versuchten. Von einem Alsfelder Gartenbaubetrieb erworben, mussten die wuchtigen Brocken zunächst ausgehöhlt werden. Anschließend folgten die wichtigen Schnitte, die dem Kürbis den eigenen, bei Dunkelheit beleuchteten, gruseligen Charakter verliehen.

Mehr als 200 Kürbisse wurden auf diese Weise gefertigt und es brauchte gleich mehrere Schubkarren, um die Reste abzutransportieren. Weiterhin gab es für die Besucher die Möglichkeit, Laternen zu basteln, sowie beim Keltern von frischem Apfelsaft zuzuschauen. Natürlich wurde der Saft danach auch probiert.

Dafür hatte der Marburger Kreisverband für Obst- und Gartenbau extra eine Obstpresse aufgebaut, sodass das gesunde Naturprodukt mit reiner Muskelkraft gepresst werden konnte.Weil sich die kleinen Kürbis-Künstler für ihre Mühen stärken mussten, bildete sich zeitweise eine Warteschlange vor dem Würstchen-Verkaufsstand. Und auch trotz der recht milden Temperaturen waren die Verkäufer an den Glühweinständen mit ihrem Absatz zufrieden. Krönender Abschluss der Veranstaltung war mit Einsetzen der Dunkelheit der Laternenumzug durch den Botanischen Garten. Angeführt von gruseligen Gestalten, von denen manche Sensen mit sich führten, zog der etwa 200 Personen starke Zug bei Fackel- und Laternenlicht an Holzfeuern am Wegesrand vorbei. Hie und da lugte unter den Bäumen eine Kürbisfratze hervor und in den Bäumen schwebten kleine Geister aus Tüll.

Die große Teilnehmerzahl des gelungenen Festes sorgt in jedem Fall dafür, dass der Neue Botanische Garten auch in Zukunft weiter finanziell vom Förderverein unterstützt werden kann. Kleine Restbestände der stattlichen Kürbissen können noch im Laufe dieser Woche am Kassenhäuschen des Botanischen Gartens käuflich erworben werden.

von Heinz-Dieter Henkel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Marburg

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr