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Grundfinanzierung soll steigen

Hochschulen Grundfinanzierung soll steigen

Wissenschaftsminister ­Boris Rhein (CDU) sicherte gestern in Wiesbaden die mittelfristige Erhöhung der Grundfinanzierung der Hochschulen zu. Die Marburger Uni-Präsiden­tin Professorin Katharina Krause begrüßte diese Ankündigung.

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Hessens Wissenschaftsminister Boris Rhein.

Quelle: Frank Rumpenhorst

Marburg. Die hessischen Hochschulen bekommen 2015 mehr Geld. Das Grundbudget werde von rund 1,523 Milliarden auf etwa 1,549 Milliarden Euro steigen, sagte Wissenschaftsminister Boris Rhein (CDU) am Dienstag in Wiesbaden nach einem Kabinettsbeschluss.

Das bedeutet eine Steigerung um rund 26 Millionen Euro. Damit solle auch die Finanzierung der voraussichtlichen Tariferhöhungen mitgetragen werden. Für jeden Euro, den der Bund in Hessen in den Hochschulpakt 2020 investiert, werde das Land zudem einen weiteren zur Verfügung stellen, so der Minister. Zudem sollten auch das Hochschulbauprogramm „Heureka“ sowie das Forschungsförderprogramm „Loewe“ fortgesetzt werden. „Es ist sehr positiv, dass die Landesregierung am Koalitionsvertrag festhält. Das macht auch die Verhandlungen über den hessischen Hochschulpakt leichter“, sagte Uni-Präsidentin Professorin Katharina Krause dazu am Dienstag auf OP-Anfrage.

Über eine Verlängerung dieser Vereinbarung zwischen allen hessischen Hochschulen und dem Ministerium über die Verteilung der Landesmittel soll in den kommenden Monaten verhandelt werden. Noch ist aber nicht klar, ob und wie die Verteilungsmechanismen geändert werden. Insgesamt werde der Topf des Landes Hessen für die Grundfinanzierung größer, sagte Krause. „Was in Marburg rauskommt, das wissen wir noch nicht“, sagte sie.

Uni Marburg erhält 18 Millionen Euro

Darüber gebe es schwierige, laufende Verhandlungen mit dem Ministerium, in der jeder Präsident für seine Hochschule kämpfe. „Wir erwarten , dass die Wettbewerbsnachteile der Uni Marburg in Sachen Bauunterhaltung und Energie in geeigneter Weise ausgeglichen werden“, kündigte Krause an.

Aus einer Pressemitteilung des Ministers geht auch hervor, dass das Land Hessen aus den Einsparungen beim Bafög einen Hochschulfonds zugunsten der hessischen Hochschulen ausstattet, in dem es für 2015 eine Summe von 79,6 Millionen Euro gibt und ein Jahr darauf noch einmal 81 Millionen Euro.

Ein Teil soll für die Erhöhung der Grundfinanzierung der Hochschulen ab 2016 verwendet werden. Ein weiterer Teil soll der Finanzierung der Förderphasen des gemeinsamen Bund-Länder-Förderprogramms „HSP 2020“ dienen, das von 2016 bis 2023 in die dritte Phase gehen wird. Dafür werden Landesmittel von 620 Millionen Euro benötigt.

Immerhin erhielt die Universität Marburg aus diesem Fördertopf zur Abfederung des „Studentenbergs“ in diesem Jahr 18 Millionen Euro. „Wir hoffen, dass diese Summe noch steigen wird“, meint die Präsidentin.

von Manfred Hitzeroth

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