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Grünes Licht für Dorfentwicklungskonzept

Bauausschuss Grünes Licht für Dorfentwicklungskonzept

Eigentlich hätte es eine besonders kurze Sitzung im Bauausschuss werden sollen, doch etwas Diskussionsbedarf gab es dann bei den Tagesordnungspunkten Dorfentwicklung und Windkraft doch.

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Der Bauausschuss debattierte auch über Windkraft.

Quelle: Archiv

Marburg. Zunächst forderte allerdings die Lokale Agenda 21 „Nachhaltige Stadtentwicklung“ noch einmal für die anstehende Neugestaltung des Bahnhofsgeländes einen Ausschluss von Wohnbaukonzepten, mehr Zeit und den Fokus auf kulturelle Nutzung bei Erhaltung des Lokschuppens. Hans-Horst Althaus von der lokalen Agenda Verkehr kam im Anschluss auf die künftigen Bauprojekte innerhalb der Stadt zu sprechen: „Das Allianz-Haus soll ja saniert werden, dabei sollten die Fahrradstellplätze ausgebaut und während der Umbaumaßnahmen auf den Fahrradverkehr Rücksicht genommen werden.“ Dabei gab Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne) zu bedenken: „Teile des Gebäudes sind in privater Hand, in der Tat wird sich da aber auch die Fußgängerführung vermutlich verändern.“

Im Gegensatz zu den Baumaßnahmen an der Ecke Universitätsstraße/Gutenbergstraße stand an diesem Abend aber noch akut die Abstimmung über die Anpassung des Flächennutzungsplans mit Blick auf zu bauende Windkraftanlagen an. Dort gab es von Vertretern der CDU und FDP Bedenken, da neben dem allgemein akzeptierten Projekt auf dem Görzhäuser Hof noch weitere Flächen vorgesehen sind. „Grundsätzlich sind uns dort in der Tat gewisse Mindestflächen vorgeschrieben und es ist ohne Änderungen der Bauleitplanung nicht so einfach, einige Flächen gezielt zu sperren,“ erklärte Kahle.

Dennoch wurde der Vorlage mit einer Gegenstimme der FDP zugestimmt. Ähnlich erging es auch der Vorlage über die Dorfentwicklung in den Außenstadtteilen beziehungsweise dem Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzept (IKEK). Neben dem grundsätzlich großen Zuspruch gegenüber dem Konzept, das für die nächsten acht Jahre mindestens 1,5 Millionen Euro vor allem für Bürgerbeteiligungsmaßnahmen zur Verfügung stellt, gab es auch Kritik. „Ich fürchte, da werden einige glauben, mit dem Geld gäbe es jetzt ein Wunschkonzert und vermutlich werden sich wieder die größeren Ortsteile stärker durchsetzen“, bemängelte Herrmann Heck (CDU), Ortsvorsteher von Dilschhausen. „Die Art, wie über das Projekt abgestimmt wurde, ist völlig unangemessen. Außerdem braucht es mehr Sicherheit, wenn die Leute was machen wollen und dann wird möglicherweise doch wieder was gestrichen“, sagte Tanja Bauder-Wöhr (Linke). Dennoch wurde die Vorlage einstimmig angenommen. „Ohnehin ist das Budget ja auch nicht so, dass da einzelne Großprojekte möglich wären. Es geht eher darum, kleine Ideen und das Ehrenamt zu unterstützen“, versicherte Bürgermeister Kahle.

von Marcus Hergenhan

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