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Vier-Millionen-Spende

Grüne gehen nach Zoff auf Vaupel zu

Die kommende Woche wird spannend für die Koalition: SPD und Grüne müssen sich zur Verwendung der Vier-Millionen-Spende von Dr. Reinfried Pohl verhalten.
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Stadtparlament Marburg.

© Thorsten Richter

Marburg. Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) bestätigte am Freitag, dass die Grünen ihm ein Gespräch angeboten hätten, um die „Irritationen“ auszuräumen, die im Zusammenhang mit dem Umgang mit der Vier-Millionen-Spende des Marburger Ehrenbürgers und Milliardärs Dr. Reinfried Pohl aufgetaucht waren. Unter anderem hatte Grünen-Fraktionschef Dietmar Göttling das Verhalten des Oberbürgermeisters im Umgang mit der Spende scharf kritisiert: „Vaupels Verhalten ist und bleibt eine Katastrophe“, hatte Göttling unter anderem gesagt.

Am Freitag ging der OB davon aus, dass das Gespräch am Wochenende, also noch vor der Magistratssitzung am Montag stattfinden soll. Am kommenden Donnerstag werden die Pohl-Spende und die daraus entstandene Koalitionskrise wohl auch die Mitgliederversammlung des Grünen-Stadtverbands dominieren.

Diese Frage setzt aber vor allem die Grünen unter Druck:

Sollte Rot-Grün tatsächlich platzen, bliebe der SPD (22 Sitze) rechnerisch noch die Möglichkeit, mit der CDU (14 Sitze) zu koalieren, während die Grünen (13 Sitze) nur mit einer Viel-Parteien-Koalition auf die Mehrheit von 30 Sitzen kommen würden.

So nimmt es denn kein Wunder, dass die CDU sich in der gegenwärtigen Diskussion vornehm zurückhalten kann. CDU-Fraktions- und Parteichef Philipp Stompfe und der Finanzexperte Roger Pfalz betonen zwar beide, dass die Stadt „selbstverständlich“ die Spende annehmen müsse. „Wir wären ja sonst mit dem Klammerbeutel gepudert“, sagen beide übereinstimmend. Beide wollen sich aber erst nach der Vorlage von Vaupel zu der Frage äußern, wie die Spende von Pohl verwendet werden sollte.

Darüber hinausgehend halten sich Stompfe wie Pfalz bedeckt. „Die CDU hat derzeit keinen Handlungsbedarf. Wir können nicht beeinflussen, ob SPD und Grüne ihre Koalition fortsetzen wollen“, sagt Stompfe, um dann zumindest fortzufahren: „Wir sind personell und inhaltlich bestens aufgestellt“.

von Till Conrad

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