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Grüne dominieren die Innenstadt-Ortsbeiräte

Auszählung dauert an Grüne dominieren die Innenstadt-Ortsbeiräte

Die Grünen sind wohl in allen Innenstadt-Ortsbeiräten die stärkste Kraft geworden. Vor allem im Campusviertel dominiert die Partei, die bei der Wahl zur Stadtverordnetenversammlung große Verluste hinnehmen muss

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Wahlen zu Stadt- und Gemeindeparlamenten, Kreistag, Ortsbeiräten: Die Auszählung in Marburg dauert an.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Das geht aus den Trendergebnissen der Kommunalwahl – bei denen das Waldtal noch fehlt – hervor. So sieht es bei den Ortsbeiräten vor 
Ende der Auszählung aller Stimmzettel aus:

- Altstadt : Die Grünen vereinen laut Trendergebnis die meisten Stimmen auf sich, erhalten aber ebenso zwei Sitze wie die Linken, die SPD und die Bürgerliste Oberstadt, während die CDU einen Sitz bekommt.

- Weidenhausen : Grüne, SPD und Linke liegen bei den Stimmanteilen nahezu gleichauf, erhalten alle zwei, die CDU einen Sitz. Der Bezirk sorgte im Vorfeld für Aufsehen, da die RAF-Mitgliedschaft des SPD-Spitzenkandidaten Wolfgang Grundmann bekannt wurde.

- Südviertel : Die meisten Stimmen haben die Grünen erhalten, womit sie drei der insgesamt neun Ortsbeiratsmitglieder stellen würden. Auf SPD, Bürgerliste Südviertel und Linke entfallen je zwei Vertreter.

- Campusviertel : Klarer Sieg für die Grünen, die vier Ortsbeiratsmitglieder stellen, vor SPD mit drei und der CDU mit zwei Gremiumvertretern.
Die vor allem von den Grünen vorangetriebene Installation von neuen Ortsbeiräten in der Stadt hat sich für die Partei offenbar ausgezahlt. Trends liegen auch für die Gremien in anderen Stadtteilen vor. Vor allem in Cappel haben sich die Kräfteverhältnisse verschoben.

- Cappel : Die CDU hat im Vergleich zu 2011 rund zwölf Prozent Stimmanteile hinzugewonnen und ist vor der SPD, Linken und Grünen stärkste Partei. Das könnte mit der Kontroverse um einen möglichen Moschee-Neubau nahe der Flüchtlings-Erstaufnahme im Stadtteil zusammenhängen. Die CDU warf dem bislang SPD-geführten Gremium und auch dem Magistrat vor, die Bewohner des Stadtteils nicht frühzeitig und umfänglich über das Bauvorhaben informiert zu haben.

- Richtsberg : Deutlicher Erfolg für die SPD, die Linke nimmt den Grünen ein Mandat ab, die CDU bleibt unverändert bei zwei Sitzen.

- Wehrda : Stimmenzuwächse­ für SPD und Grüne, aber die CDU ist am häufigsten gewählt worden. Die Linke, die ihre Liste nach internen Querelen zurückzog, wird nicht mehr im Gremium vertreten sein.

- Ockershausen : Die GLO gewinnt ein Mandat hinzu, ist somit auf Augenhöhe mit der SPD. Die Linke und CDU behalten einen Sitz, die Grünen rutschen um fünf Prozent ab und stellen nur noch ein Gremiumsmitglied.

- Marbach : Die Gemeinschaftsliste von CDU und FDP liegt deutlich vor der Konkurrenz, aber Rot-Grün hat eine Mehrheit und könnte einen bürgerlichen Ortsvorsteher verhindern.

In den Außenstadtteilen liegt noch nicht für alle Gremien ein Trend vor.

- Bauerbach : Die Grünen gewinnen nach dem Rückzug der Bürgerliste einen Sitz hinzu, während die SPD ihr Ergebnis hält. Die CDU verteidigt als stärkste Kraft ihre bisherigen drei Mandate.

- Michelbach : Es zeichnet sich eine weitgehende Bestätigung des 2011er-Ergebnisses ab. Die SPD liegt klar vorn, CDU, UML und Grüne, die ein Mandat verlieren werden, folgen.

- Ginseldorf : Wie vor fünf Jahren liegt die Gemeinschaftsliste deutlich vor der CDU, dieses Mal noch klarer.

- Schröck : Die UBL bricht ­angesichts der eigenständigen CDU-Kandidatur ein, behält aber die Mehrheit.

- Moischt : Niederlage für die lange dominierende CDU, die 14 Prozent verliert und mit zwei Sitzen dieselbe Anzahl haben wird wie die Dorfgemeinschaftsliste und die SPD. Die Linken ziehen mit einem Vertreter neu ins Gremium ein.

- Wehrshausen : Ähnliches Ergebnis wie vor fünf Jahren, wo die LDW vier und die SPD einen Sitz erringt.

von Björn Wisker
 und Till Conrad

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