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Große Worte, die Ansporn sind und Kraft verleihen "Dieser Schritt wird die kreativen Köpfe beflügeln"

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"Dieser Schritt wird die kreativen Köpfe beflügeln"

Dirk Merbach, Art Director bei Süddeutsche Zeitung, Hamburger Abendblatt, Falter (München, Hamburg, Wien), über die neuen Herausforderungen für die OP.

Dirk Merbach.

© Salzburger Nachrichten

"Da ich in Hamburg, Berlin, München oder Wien lebe und arbeite, nehme ich die OP aus der Entfernung wahr und dies aufgrund einer persönlichen Verbindung zu dieser sympathischen Regionalzeitung und ihren Machern. Diese Verbindung rührt her von der gemeinsamen Arbeit bei Layout-Veränderungen der Zeitung und dem Launch der iPad-App. Ich wurde damals dazugeholt, um mit meinen Erfahrungen aus ähnlichen Projekten bei anderen Zeitungen beratend zur Seite zu stehen.

Aus unserer Zusammenarbeit habe ich in Erinnerung, dass die Kollegen in Marburg an die Qualität ihrer Zeitung, an ihre Modernität und Innovationskraft Maßstäbe legen, die für Verlage und Redaktionen dieser Größenordnung ungewöhnlich sind.

Schwer beeindruckt hat mich die Fähigkeit der maßgeblichen Leute, sich mit Ideenreichtum und eigenen Vorstellungen sogar gegen den in der Branche herrschenden, oft missmutigen Mainstream durchzusetzen.

Ich habe von dieser Erfahrung im Rahmen anderer Projekte gelegentlich erzählt. Oft verbringe ich mehr Zeit damit, für die Motivation und den Optimismus der Mitarbeiter vor Ort zu sorgen, als dass ich als externer Dienstleister mein Handwerk, die Gestaltung von Strukturierung von Zeitungen bis hin zur inhaltlichen Ausrichtung, ausüben kann.

Das war in Marburg nie der Fall, ich traf hier immer sehr engagierte Kollegen, die Ihre Arbeit auch unter manchmal schwierigen Bedingungen mit Herzblut und Verve erledigten. Unter solchen Voraussetzungen, davon bin ich überzeugt, können auch heute noch erfolgreiche Zeitungen gemacht werden.

Der Schritt in die Eigenständigkeit wird aus meiner Sicht die Innovationskraft der kreativen Köpfe aus Redaktion und Verlag beflügeln. Es ist der richtige Zeitpunkt, die neu gewonnene Unabhängigkeit zu nutzen. Wichtige Entscheidungen werden noch mehr von der Kenntnis der lokalen Gegebenheiten und der traditionellen Verbundenheit mit der Region geprägt sein.

Das ist notwendig für eine Zeitung und ihre elektronischen Ableger, die sich in erster Linie mit ihrer lange gewachsenen Kompetenz und Meinungsführerschaft in der Konkurrenz zu anderen Medien durchsetzen kann.

Liebe Kollegen in Marburg, kümmert Euch weiter engagiert um die Menschen in der Region. Druckt Ihnen nicht die Tagesschau von heute auf die Titelseite von morgen! Bleibt ihrer Lebenswelt nahe, geht auch in entlegene Winkel unserer Gesellschaft - da verstecken sich die wirklich wichtigen Geschichten. Die sind der Stoff, aus dem die Zeitung gemacht werden muss. Dann wird sie unersetzbar als Begleiter durch den Alltag in dieser rasanten Zeit.

Und nicht zuletzt: interessiert Euch immer dafür, wie die Zeitung gelesen wird und habt dennoch den Mut, zu überraschen!"

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Medien
Dreharbeiten des Hessischen Rundfunks in der OP-Redaktion: Journalist Jochen Schmidt filmt die Frühkonferenz, in welcher Themen und Recherchen des Tages besprochen werden.

Nicht nur im Landkreis ist die Eigenständigkeit der OP auf großes Echo gestoßen. Auch andere Medien verfolgen diesen für die Branche höchst ungewöhnlichen Schritt mit großem Interesse.

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