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Große Worte, die Ansporn sind und Kraft verleihen

Reaktionen Große Worte, die Ansporn sind und Kraft verleihen

In der deutschen Medienszene findet der Schritt der OP zurück in die Eigenständigkeit ein anhaltendes Echo. Zur Bedeutung und Tragweite dieser Entscheidung nehmen ausgewiesene Branchenkenner Stellung, der hessische Ministerpräsident äußerst sich ebenfalls in einem Kurzinterview.

Zahlreiche Medien und Branchendienste haben bereits über den Schritt der OP zurück in die Eigenständigkeit berichtet.

Quelle: Collage: Sven Geske

Marburg. Als Dr. Wolfram Hitzeroth Ende voriger Woche den Rückkauf der Anteile bekanntgab, die er zwölf Jahre zuvor an die Mediengruppe Madsack in Hannover abgegeben hatte, war bald von einer historischen Entscheidung die Rede. Von einem mutigen unternehmerischen Schritt, der nach wie vor weit über den Landkreis Marburg-Biedenkopf hinaus seine Beachtung findet. Vor allem natürlich in der Branche selbst, die viel zu oft für Negativschlagzeilen in eigener Sache sorgt. Bei diesen Gelegenheiten ist dann meist von Auflagenverlusten, Anzeigenkrise oder Stellenabbau zu hören und zu lesen.

Dass sich ein Verleger mit seiner Belegschaft nach einer jahrelang sehr erfolgreichen und partnerschaftlichen Zusammenarbeit in einem Konzernverbund zutraut, sein Medienhaus wieder komplett in eigene Hände zu nehmen und noch lokaler auszurichten, nötigt der Medienszene viel Respekt ab. Denn während der Hitzeroth-Verlag die gute Zusammenarbeit mit Madsack auf vielen operativen Ebenen fortsetzt, muss das Haus auch viele Weichen neu stellen und wirtschaftliche Herausforderungen mit eigenen Lösungen meistern.

Ermutigende Rückmeldungen auf mutigen Schritt

Die vielfältigen Rückmeldungen von Wegbegleitern und Kennern der OP fallen indes durchweg ermutigend aus. Manchmal geradezu überwältigend, wenn etwa per Facebook proklamiert wird: "In Marburg wird wieder einmal Zeitungsgeschichte geschrieben." Stellvertretend drei Beispiele für den ermunternden Zuspruch von Kollegen, die sich in Kommentaren auf Facebook und Twitter geäußert haben: "Jetzt könnt Ihr mit Eurem - wirklich - zukunftsträchtigen Lokalkonzept durchstarten." "Bin gespannt - und freu' mich auf ein maßgeschneidertes Angebot für Eure Leserschaft." Und: "Das was heute als Transformation bezeichnet wird, macht ihr schon seit mindestens 10 Jahren." Große Worte, die Mut machen, Ansporn sind und Kraft verleihen für die vielen Aufgaben, die nun vor Verlag und Redaktion liegen.

Darüber hinaus hat die OP ganz gezielt ausgewählte Medienexperten, Branchenkenner, Entscheidungsträger und Verbandsvorsitzende gebeten, diese Entscheidung zu kommentieren, zu bewerten, zu analysieren. Die Fragen dabei waren identisch:

1. Wie nehmen Sie die Oberhessische Presse innerhalb der deutschen Zeitungslandschaft wahr?
2. Wie beurteilen Sie diesen Schritt in die Eigenständigkeit bzw. Unabhängigkeit?
3. Was geben Sie uns mit auf den Weg in die Zukunft?

Die Antworten dokumentieren wir auf diesen Seiten:

Volker Bouffier , Hessischer Ministerpräsident (CDU)

Helmut Heinen , Präsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV)

Michael Konken , Bundesvorsitzender des Deutschen Journalistenverbandes

Martin Wieske , Geschäftsführer des Verbands Deutscher Lokalzeitungen

Berthold L. Flöper , Leiter des Lokaljournalistenprogramms der Bundeszentrale für politische Bildung

Meinolf Ellers , Mitgründer des Strategieprojekts mission:local und Geschäftsführer dpa-infocom / dpa-digitalservices (Hamburg)

Dietmar Schantin , Gründer des Institute for Media Strategies, (London, Graz)

Dirk Merbach , Art Director bei Süddeutsche Zeitung, Falter (München, Wien)

Hans-Joachim Fuhrmann , Leiter Kommunikation und Multimedia beim BDZV

von Christoph Linne

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Medien
Dreharbeiten des Hessischen Rundfunks in der OP-Redaktion: Journalist Jochen Schmidt filmt die Frühkonferenz, in welcher Themen und Recherchen des Tages besprochen werden.

Nicht nur im Landkreis ist die Eigenständigkeit der OP auf großes Echo gestoßen. Auch andere Medien verfolgen diesen für die Branche höchst ungewöhnlichen Schritt mit großem Interesse.

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Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr