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„Größere Schlagkraft durch vereintes Handeln“

Forschungskooperation „Größere Schlagkraft durch vereintes Handeln“

Die Uni-Präsidenten der beiden mittelhessischen Hochschulen unterschreiben am kommenden Samstag in der Alten Aula in Marburg einen Partnerschaftsvertrag.

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Björn Sandrock in der Genetik der Uni Marburg: Die Kooperation zwischen Marburger und Gießener Forschern soll ausgeweitet werden.

Quelle: Archivfoto

Marburg. „Die Forschungsal­lianz hätte sich keinen besseren Start wünschen können“, freut sich der Gießener Uni-Präsident Professor Joybrato Mukherjee über die Bewilligung eines gemeinsamen Graduiertenkolegs beider Universitäten in den Neurowissenschaften (siehe „HINTERGRUND“). Die gestern von der Deutschen Forschungsgemeinschaft veröffentlichte Meldung kommt pünktlich zum Start der Forschungsallianz, die am Samstag, 17. November, ab 19 Uhr in der Alten Aula der Marburger Universität eröffnet wird. „Das Graduiertenkolleg, das nur durch eine langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit von Wissenschaftlern aus Gießen und Marburg möglich wurde, stärkt unser Forschungsprofil und unsere Nachwuchsförderung “, meint die Marburger Uni-Präsidentin Professorin Katharina Krause.

Erfolgreiche Allianz

Aus Sicht von Gießens Uni-Präsident Mukherjee ist die Forschungsallianz bereits jetzt ein Erfolgsmodell. So gebe es auch eine Reihe von erfolgversprechenden gemeinsamen Anträgen auf die Bewilligung von Sonderforschungsbereichen. „Wir wollen es nicht mehr dem Zufall überlassen, ob die Forscher aus beiden Hochschulen kooperieren, wenn es um Forschungsverbünde geht“, sagte Mukherjee auf OP-Anfrage.

„Rivalen von einst schmieden Allianz“: So titelte die OP am 13. Juli bei der Berichterstattung über die Bekanntgabe der neuen Forschungsallianz zwischen den mittelhessischen Hochschulen in Marburg und Gießen, die damals im Hauptgebäude der Gießener Universität verkündet wurde. Jetzt wird es offiziell, und die Forschungsallianz nimmt ganz konkrete Züge an. Die beiden Uni-Präsidenten werden einen Partnerschaftsvertrag unterzeichnen. Der Festakt aus diesem Anlass findet am Samstag, 17. November, ab 19 Uhr in der Alten Aula der Universität in Marburg statt. Prominenz hat ihr Kommen angesagt: Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) wird ebenso erwartet wie Professor Matthias Kleiner, der Präsident der Forschungsgemeinschaft. Kleiner hält den Festvortrag mit dem Titel „Universitäten im Zentrum von Wettbewerb und Kooperation“.

400.000 Euro für die gemeinsame Forschung

Und genau darum geht es auch im Verhältnis der beiden Universitäten, die nur 30 Kilometer voneinander entfernt in der Mitte Hessens angesiedelt sind. „Wir erzielen einen Mehrwert und größere Schlagkraft durch vereintes Handeln in der Forschung“, erläuterte der für Forschung zuständige Marburger Uni-Vizepräsident Professor Frank Bremmer auf Anfrage der OP. Nach dem inoffiziellen Startschuss im Juli wurden die Vorbereitungen für die Forschungsallianz verstärkt. Ab Januar 2013 soll Geld aus einem auf 400000 Euro pro Jahr aufgestockten Fördertopf fließen, der die Projekte von Kooperationspartnern aus beiden Universitäten fördern soll. „Es liegen uns schon einige Bewerbungen für diese Förderung vor“, erklärte Bremmer. Dieses sei allerdings keine Flut von Anträgen. Doch es sei auch so, dass gewisse Hürden auf dem Weg zu einer Förderung aufgebaut seien.

Die wesentlichen gemeinsamen Aktionsfelder der beiden Universitäten liegen derzeit auf verschiedenen Gebieten der Medizin wie der Herz-/Lungenforschung oder der Infektionsforschung sowie den Neurowissenschaften. Weitere gemeinsame Entwicklungsschwerpunkte sind Biodiversität und Klimaforschung, Materialwissenschaften sowie Geschichts- und Sozialwissenschaften. Zukünftig dürften weitere Aktionsfelder dazukommen.

Die beiden Universitäten haben eine Forschungs- und Strategiekommission gegründet, der neben zwei Uni-Vizepräsidenten der beiden Hochschulen jeweils vier Professoren aus Gießen und Marburg angehören. Die Kommission hat die Aufgabe, die Präsidien der beiden Universitäten zu beraten. Außerdem spricht sie Empfehlungen zu gemeinsamen Antragsstellungen und zur Verwendung des Förderfonds aus.

von Manfred Hitzeroth

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