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Gremms große Verdienste

Bundesverdienstkreuz Gremms große Verdienste

"Vom sozialen Engagement darf man nicht nur reden, man muss es auch praktizieren," lautet einer der Leitsätze von Hans-Jürgen Gremm. Er erhielt im Rathaus eine hohe Auszeichnung.

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Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer (rechts) und Oberbürgermeister Egon Vaupel (links) überreichten das Bundesverdienstkreuz an Hans-Jürgen Gremm. Seine Frau Erika Runge erhielt einen Blumenstrauß.Foto: Hannah El-Hitami

Marburg. Dass er nach diesem Motto auch lebt, beweist das Bundesverdienstkreuz, welches ihm am Donnerstagnachmittag im Rathaussaal vom hessischen Finanzminister Dr. Thomas Schäfer (CDU) und Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) verliehen wurde. Dass so eine Verleihung für Gremm nichts Neues sei, erwähnte der Oberbürgermeister im Bezug auf die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik, welche dem 69-Jährigen schon 1989 verliehen worden war. Diese habe der Hobbymusiker offensichtlich als „Aufforderung: machen Sie weiter!“ verstanden, denn für die erneute Auszeichnung seien nur die seitdem erfolgten Leistungen relevant gewesen.

Seit mehr als 30 Jahren engagiert sich Gremm in der Schwer- und Schwerstbehindertenarbeit. 26 Mal initiierte, organisierte und leitete er die jährlich stattfindenden Schwerbehindertenfreizeiten des Kuratoriums „Aktion für behinderte Menschen Oberhessen“ und setzte sich vor allem in seiner Arbeit als Übungsleiter von Orthopädie- und Herzsportvereinen bundesweit für die Bezuschussung von Rehabilitationssport ein.

"Alte können sich immer weniger wehren"

Dabei habe er es geschafft „nicht nur etwas zu geben, sondern auch etwas mitzunehmen für das eigene Leben“, so Vaupel. Dass er sich auf kommunalpolitischer Ebene durchsetzen konnte, sei sowohl der Sozialkompetenz als auch Robustheit zu verdanken, die Gremm in seiner 31-jährigen Karriere als Krankenpfleger und Berufssoldat bei der Bundeswehr entwickelt habe, sagte Finanzminister Schäfer. In Anwesenheit seiner Frau, seiner Familie und Freunde sowie von Vertretern des Magistrats, der Bundeswehr und der Städte Marburg und Stadtallendorf ließ sich Gremm das Verdienstkreuz anheften und betonte die Bedeutung seines Einsatzes.

„Ich stelle seit Jahren fest, dass der alte, kranke und behinderte Mensch in unserem Lande zunehmend an Bedeutung verliert, auch, weil er sich aufgrund seines Alters, seiner Erkrankung und seines Handicaps immer häufiger nicht mehr selbst wehren kann“, sagte Gremm. Daher sei seine Hilfe als Beistand vor Gericht und bis hin zum Petitionsausschuss nach wie vor wichtig.

Seinem Mentor Wolfgang Bodenhausen, der ihn für die Auszeichnung vorgeschlagen hatte, konnte Gremm nur posthum danken, da dieser im letzten Jahr verstorben war.

von Hannah El-Hitami

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