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„Graf von Wehrda“ erhält hohe Auszeichnung

Engagement „Graf von Wehrda“ erhält hohe Auszeichnung

Oberbürgermeister Egon Vaupel und Staatssekretär Dr. Thomas Schäfer würdigten am Mittwochnachmittag das ehrenamtliche Engagement von Hans Dittmar.

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Oberbürgermeister Egon Vaupel (von links) heftet Hans Dittmar den Hessischen Verdienstorden im Beisein von Staatssekretär Dr. Thomas Schäfer an.

Quelle: Heike Horst

Marburg . Den Ehrenbrief des Landes Hessen hat der ehemalige Ortsvorsteher von Wehrda bereits, das Bundesverdienstkreuz und die Goldene Ehrennadel der Stadt auch. Nun würdigte das Land Hessen den ehrenamtlichen Einsatz von Hans Dittmar mit dem Verdienstorden.
„Sie haben sich 35 Jahre uneigennützig für die Bürger eingesetzt“, sagte Oberbürgermeister Egon Vaupel während einer Feierstunde im Rathaus. Noch dazu umfasse das Engagement, alle Lebensbereiche: die geselligen, die politischen, sozialen und kirchlichen.
Hans Dittmar war unter anderem 20 Jahre Wahlvorsteher bei Europa-, Bundestags- Landtags- und Kommunalwahlen.
Er war Ortsvorsteher, im Schulelternbeirat, Mitglied im Kirchenvorstand, Beisitzer des Disziplinarhofes beim Verwaltungsgerichtshof Kassel, Jagdvorsteher und engagiert sich in verschiedenen Vereinen wie zum Beispiel im Verein der Freunde und Förderer des Diakonie-Krankenhauses, im Männerchor Wehrda, in der Feuerwehr und im Skatclub.
In seiner noch verbleibenden Freizeit hilft er Senioren bei Behördenangelegenheiten, und er ist im Besuchsdienst der Trinitaskirchengemeinde tätig.
Nachdem der Oberbürgermeis ter in seiner Begrüßung den Stadtältes ten Conrad Hahn als König von Cappel bezeichnte hatte, ernannte Staatssekretär Dr. Thomas Schäfer zu Beginn seiner Laudatio Hans Dittmar zum „Grafen von Wehrda“. „Die Konstanz zu Wehrda hat mich beeindruckt“, so Schäfer. Hans Dittmar sei dort aufgewachsen, habe dort eine Frau gefunden und eine Familie gegründet und sich mit großem Engagement für den Stadtteil eingesetzt. Für viele Heimatverbundene sei dies ein Traum. „Bleibt zu hoffen, dass er seiner Heimat weiterhin treu dienen wird“, sagte Schäfer.
Wehrdas Ortsvorsteher Roger Pfalz berichtete über besondere Schwerpunkte von Hans Dittmar. So habe das im Jahr 1963 errichtete Feuerwehrhaus lediglich aus drei Garagen bestanden. Durch den Einsatz von Dittmar konnte 1988 der Grundstein für ein neues Feuerwehrgerätehaus gelegt werden.
Der Friedhof, dessen Kapazitäten sich Ende der 80er Jahre dem Ende näherten, wurde dank Hans Dittmar erweitert. Anderenfalls hätten die Bürger von Wehrda in Marburg begraben werden müssen, was älteren Angehörigen Probleme bereitet hätte, so Pfalz. Zur Entwicklung Wehrdas zähle auch die Erweiterung und der Umbau des Bürgerhauses, die Herstellung eines Grillplatzes mit Grillhütte am Weißenstein. Großen Einsatz habe Dittmar auch bei der Restaurierung der Burgruine Weißenstein gezeigt. 2007 habe Dittmar die Festschrift „775 Jahre Wehrda“ verfasst.
Zudem habe er ihn, als Nachfolger für das Amt des Ortsvorstehers bei Bedarf immer unterstützt, ohne ihm in die Arbeit hineinzureden.
Die Worte der Redner „lassen mich nachdenklich werden und erfüllen mich auch mit Freude“, sagte Hans Dittmar abschlie ßend. Er habe seine Dienste immer als Aufgabe für die Gemeinschaft gesehen. Mit nunmehr 74 Jahren habe er einige Ämter abgegeben, doch „meine Erfahrungen möchte ich nicht missen“.
von Heike Horst

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