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"Gottes Freitag, weil er für uns da ist"

Karfreitagsfeier von Tabor "Gottes Freitag, weil er für uns da ist"

Zur Feierstunde der Studien- und Lebensgemeinschaft Tabor zum Karfreitag war das Auditorium Maximum des Hörsaalgebäudes der Philipps-Universität wieder bis auf den letzten Platz besetzt.

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Voll besetzt war der große Hörsaal zur Karfreitagsfeierstunde von Tabor.

Quelle: Heiko Krause

Marburg. „Gott für uns“ war wie im vergangenen Jahr das Motto der diesjährigen Feierstunde, zu der etwa 900 Christen aus nah und fern nach Marburg gekommen waren. Seit 1923 wird sie von Tabor in jedem Jahr begangen. Zum ersten Mal in den damaligen Stadtsälen, später immer in der Stadthalle, die im kommenden Jahr nach ihrem Umbau wieder zur Verfügung stehen wird und noch mehr Menschen fasst.

„Einen guten Freitag“, wünschte Tabor-Direktor Matthias Frey in seiner Begrüßung in Anlehnung an die im englischsprachigen Raum übliche Bezeichnung für den Karfreitag (Good Friday). Zugleich stellte er aber die Frage in den Raum, was an einem Freitag schön sein kann, an dem die Terroranschläge von Brüssel mit mehr als 30 Toten nur wenige Tage zurückliegen, wenn eines absichtlich herbeigeführten Flugzeugabsturzes vor einem Jahr, bei dem ein Co-Pilot einer Germanwings-Maschine fast 150 Menschen mit in den Tod genommen hat, gedacht wird und wenn die Nachricht überbracht wird, dass Mitglieder einer Bibelübersetzungskommission im mittleren Osten ermordet wurden.

Die Antwort, so Frey, finde sich im Motto der Feier. „Es ist Gottes Freitag, weil er für uns da ist.“ Es sei ein guter Freitag, weil die Menschen einen Ort hätten, an dem ihre Trauer, Ängste und Sorgen ernst genommen werden.

An dem Tag, als Gottes Sohn am Kreuz gestorben sei, „nimmt Gott sich persönlich unserer an“, so der Tabor-Direktor.

Seine Gedanken zum Karfreitag teilte Professor Matthias Clausen, Dozent an der Evangelischen Hochschule Tabor, in Impulsen mit den Gästen. Für den musikalischen Rahmen sorgte die Gruppe „Crossway Worship“ von der Abendkirche Bochum, die mit acht Sängerinnen und Sängern, sowie vier Musikerinnen und Musikern eigens für die Feier zusammengestellt worden war. Das Programm bestand aus bekannten Anbetungsliedern sowie Gospelsongs. Wie in die Gebete wurde auch bei den Liedern immer wieder der ganze Saal einbezogen. Auf Applaus solle im Sinne der Besinnung bis zum Schluss bewusst verzichtet werden, hob Frey hervor.

von Heiko Krause

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