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Google kürt Werkstattprojekt von Technik-Tüftlern

Projektpreis für „Rechenkraft.net“ Google kürt Werkstattprojekt von Technik-Tüftlern

Der Weltkonzern Google hat den Marburger Verein „Rechenkraft.net“ mit 
 einem Projektpreis ausgezeichnet. Es handele sich um eine der wirkungsvollsten lokalen Initiativen, die in Deutschland aufgebaut wurden.

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Vertreter des Marburger Vereins „Rechenkraft.net“ (kleines Foto) nahmen den Preis für eines der besten Lokalprojekte Deutschlands entgegen.

Quelle: privat

Marburg. Die Auszeichnung für die Gewinner der ersten deutschen „Google Impact Challenge“ ist mit 10.000 Euro dotiert. Unter tausenden Bewerbern überzeugte den US-Konzern das Marburger 
„FabLab“ als eines von insgesamt 100 prämierten Projekten.

Die Vereinsmitglieder rund um den Vorsitzenden Dr. Michael Weber wollen allen Marburgern die Möglichkeit bieten, eigene Projektideen aus den Bereichen Elektronik, Programmierung, Mechatronik oder Holz- und Metallbearbeitung umzusetzen. Dafür stellen sie im „FabLab“ kostenlos den Raum und die Werkzeuge zur Verfügung.

„Es gibt viele Leute, die sich für Technik begeistern, für Computer und den Elektrobereich, denen aber gewisse Geräte, Know-how oder der Platz fehlt, um ihr Hobby, ihre Ideen auszuleben“, sagt Weber. Deshalb sei vor einigen Jahren die Idee entstanden, einen offenen Treffpunkt 
einzurichten, in dem die Tüftelei und Bastelei für jeden möglich ist, in dem jeder sein Wissen, Können und Werkzeug mit anderen Interessierten teilt.

Förderung der Kreativität

„Bei uns gibt es die Geräte und die Leute, die sich einander helfen, um alle möglichen Ideen umzusetzen.“ So sei etwa, in Zusammenarbeit mit dem Hackspace Marburg, die Installation des W-Lan-Netzes für das Cappeler Flüchtlingscamp entstanden, an dem auch Stadt und Stadtwerke beteiligt waren. Seit Sommer 2013 treffen sich die Bastler im Haus Am Plan 3, in dem Räume von der Stadtverwaltung zur Verfügung gestellt werden.

Das „FabLab“ ist kein Repair-Café, wie sie etwa in Cappel und Cölbe existieren. „Bei uns geht es nicht darum, seinen Toaster reparieren zu lassen, sondern darum, Dinge selbst zu machen. Wir wollen Laien mit Experten zusammenbringen, Kreativität fördern“, sagt Weber.

An Einfällen mangele es nicht. Die Rechenkraft-Techniker bauen etwa an einem Alarm- und Notfallsystem für Laborkühlschränke, so dass diese bei Stromausfällen einige Stunden weiterarbeiten können und zeitgleich Hilferuf-SMS an Reparateure schicken.

Obwohl auch mit Holz gearbeitet werden könne, liege der Schwerpunkt der Tüfteleien auf dem Technikbereich. „Aber auch wer mehr können will als Ikea-Regale aufbauen, ist bei uns richtig.“
Das Preisgeld will der Verein in eine attraktive Ausrüstung des 
„FabLab“ investieren: etwa in 3-D-Drucker, Virtual-Reality-Brillen, eine Multifunktionsdrehbank und Laser-Cutter.

  • Kontakt zum „FabLab“: konktat@rechenkraft.net oder 
Telefon: 06421 / 4924981
     
  • 
Treffen : montags ab 20 Uhr den Räumen im Haus Am Plan 3 in der Oberstadt.

Mehr Infos auf Homepage: www.rechenkraft.net

von Björn Wisker

 
Teilnehmer der „Google Impact Challenge“ in Berlin. Foto: Markus Mielek
 
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