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Gnade vor Recht: Männer feiern mit

Weiberfastnacht Gnade vor Recht: Männer feiern mit

Wenn Schlümpfe, Prinzessinnen und Krümelmonster gemeinsam auf den ­Tischen tanzen – die eine oder andere mit abgeschnittenen Krawatten in der Hand, dann kann das nur eines bedeuten: Es ist Weiberfastnacht.

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Gut gelaunt feierten die Närrinnen in Marbach.

Quelle: Michael Hoffsteter

Marbach. Prinzessin Birgit I. stellte direkt zu Beginn klar, dass die Männer höchstens als Taschenträger oder Chauffeur dienen durften. Mitfeiern ließen die Frauen die Männer aber trotzdem. Die verschiedenen Darbietungen – ob Schautanz, Männerballett, Gesang oder die traditionellen Gardetänze – sorgten für viele Lacher. Viele von ihnen mischten eine gesunde Portion Humor mit beachtlichen Tanz- oder Akrobatikeinlagen. Da war es kein Wunder, dass es das Publikum nicht lange auf seinen Sitzen hielt.

Viele Programm, Gesang und Tanz gab es in beim Weiberfasching am Donnerstagabend in Marbach zu bestaunen.

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Es dauerte nicht lange, bis die ersten Faschingsfans mehr oder weniger im Takt der Musik mitfeierten. Und spätestens als sich Prinz René I. die Prinzessin für einen Polka schnappte und der halbe Saal zu „Viva Colonia“ auf den Stühlen stand, da wäre wohl jeder Faschingsmuffel aufgewacht. Die Akteure auf der Bühne wurden lautstark unterstützt und nicht selten um Zugabe gebeten.

Ein Highlight war die Show der Travestie-Künstlerinnen „Showgirls Sisters“ aus Frankfurt. Alle Akteure hielten die Narren mit viel Körpereinsatz ordentlich auf Trab, auch als die „Bismarckheringe“ gegen Ende ihres „Best of!“ von der Bühne auf die Tische der Zuschauerinnen wechselten, wurde das begeistert aufgenommen.

„Ich bin sehr zufrieden. Wir hatten volles Haus und von Anfang an gute Stimmung“, sagte Festausschuss-Präsident Markus Braun. „Mir ist es wichtig, dass die Leute etwas geboten bekommen, was sie sonst nicht alle Tage sehen.“
Selbstverständlich präsentierte auch René I. sein Lied „Einmal Prinz zu sein in Marburg an der Lahn“. Mit der Zeile „Das schönste Fest auf dieser Welt ist Karneval daheim“ fasste er die Stimmung im Saal gut zusammen.
Der Prinz wies an dieser Stelle auch darauf hin, dass der Erlös seiner CDs an die Elterninitiative leukämie- und tumorkranke Kinder Marburg  gespendet werde. Außerdem gebe es auch die Möglichkeit, Getränke zu spenden, die der Gastwirt gegen Geld umtausche, das ebenfalls der Kinderkrebshilfe zugutekomme.

von Rike Werner

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