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Glaube gibt Hoffnung

Tag der Mission Glaube gibt Hoffnung

„Es ist wichtig, dass man Gottes Botschaft in die Welt trägt“, sagt die 19-jährige Hannah Frey. „Nicht nur durch Worte, sondern auch durch Taten.“

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Florian Förg bei seiner Arbeit als Professor an einer theologischen Fakultät in Thailand.

Quelle: Marburger Mission

Marburg. Deshalb entschied sich die Abiturientin dafür, neun Monate als Kurzzeitmissionarin nach Spanien zu gehen. Sie arbeitete in Valencia mit Obdachlosen. „Die Gespräche haben mir gezeigt, wie sehr sie es brauchen, von Gott geheilt zu werden.“ Auch bei Jugendlichen habe sie eine Sehnsucht nach dem Sinn im Leben beobachtet.

Als Ehemalige berichtete Frey am Tag der Mission von ihren Erfahrungen. Gemeinsam mit der Stiftung Marburger Mission, die Freiwillige entsendet, hatten die evangelischen Gemeinschaften Ortenberg und Marburg-Süd in das Tabor-Gemeindezentrum eingeladen.

Nicht nur für Kurzzeiteinsätze von meist einem Jahr entsendet die Stiftung Missionare aus den Gemeinden, sondern auch für längere Zeit so wie Florian Förg. Mit seiner Familie lebt der Theologieprofessor in Thailand, unterrichtet dort an einer Universität der Kirche Christi Thailand. „Dort gibt es nicht viele Christen und nicht viele, die sich mit dem Alten Testament auskennen“, erklärt der Professor. Mit seinem Fachgebiet fülle er eine Lücke. Rund 90 Studenten betreut er, deren Schicksal ihn nicht unberührt lässt. Denn viele hätten quasi ihre Familien verloren. „Thai sein, heißt Buddhist sein.“ Wer konvertiere, werde gesellschaftlich ausgeschlossen. „Das ist ein hoher Preis“. Doch der Glaube gebe ihnen Hoffnung.

"Es gibt dort nicht viele Hilfsprojekte"

Auch Johannes Kalb lebt als Langzeitmissionar im Ausland. Er erzählte in einer Videobotschaft von seiner Arbeit. In Albanien setzt er sich in der Behindertenhilfe ein. Zuvor hat er gemeinsam mit seiner Frau Kim in Marburg das Patenschaftsprogramm „Heartbeat“ aufgebaut. Öffentliche Angebote funktionierten in dem osteuropäischen Land nicht, erklärt Carmen Schuhmann, die den Informationsstand betreut. Eltern wollten nicht, dass andere von der Behinderung ihrer Kinder wüssten. Das Thema sei tabu. „Es gibt dort nicht viele Hilfsprojekte, man bekommt keine Ergotherapie oder Logopädie verschrieben“, sagte Schuhmann.

Johannes Kalb baute deshalb eine Internetseite auf Albanisch auf, wo sich Eltern von Kindern mit Behinderung informieren können. Sie soll ermöglichen, dass sie anonym bleiben und trotzdem Hilfe in Anspruch nehmen können. Dazu hat Kalb ein Netzwerk in Kooperation mit Hilfsorganisationen aufgebaut.

Auch nach Taiwan, Peru, Brasilien und in die Niederlande entsenden die beiden Gemeinschaften über die Marburger Mission Außendienstmitarbeiter. „Die Mission ist Kernauftrag der Kirche“, erklärt Wolfgang Winkler von der Marburger Mission. Über Rundbriefe informierten die Mitarbeiter regelmäßig Freunde und Unterstützer über ihre Tätigkeit. Insgesamt sind für die Stiftung derzeit 60 Langzeitmissionare im Einsatz sowie rund 30 für kürzere Zeit in bereits bestehenden Projekten.

von Freya Altmüller

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