Volltextsuche über das Angebot:

22 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Glasfaser lässt Internet sechsmal schneller werden

Netz-Ausbau Glasfaser lässt Internet sechsmal schneller werden

Im kommenden Jahr beginnt auch in Cappel das Glasfaserzeitalter. Zu einer Infoveranstaltung waren alle Einwohner ins Bürgerhaus eingeladen.

Voriger Artikel
Bescherung in der Uni-Kinderklinik
Nächster Artikel
Helfer stoßen an das Leistungslimit

Eine Glasfaser-Leitung soll super-schnelles Internet nach Hause bringen.

Quelle: Archiv

Cappel. Gastgeber Ortsvorsteher Heinz Wahlers hatte optimistisch den großen Saal des Cappeler Bürgerhauses bestuhlen lassen. Doch viele Plätze blieben leer. Am Ende waren es gut 30 Interessierte, welche die Ausführungen eines Telekom-Mitarbeiters hören wollten.

Thomas Peter ( Foto: Heinz-Dieter Henkel) vom Infrastrukturbetrieb der Telekom Deutschland berichtete von einem zunehmenden Datenhunger unserer Gesellschaft und einem exponentiellen Wachstum der Volumen seit 1997. Er beschrieb den Weg von der ersten SMS im Jahre 1997 bis heute, wo in 60 Sekunden bis zu 72 Stunden neue Videos hochgeladen würden. Er erinnerte an das mietbare beige Telefon mit Wählscheibe und den Weg vom Slogan „Fasse dich kurz“ bis zur heutigen Flatrate.

Bisher habe man in Cappel, wie fast überall in Deutschland üblich, mit einem Kupferkabel die Daten übertragen. Je weiter der Netzknoten vom Anschluss entfernt war, umso geringer das Datenvolumen beim Nutzer.
Im kommenden Jahr werde nun auch in Cappel das Glasfaserzeitalter beginnen. Zwar würden die Daten auf dem letzten Wegestück auch weiterhin über Kupferkabel übermittelt, doch bis zum Netzkunden erfolge dann die Übertragung mit Glasfaserkabel, versprach der Regio-Manager.

Nach rund einem Jahr Bauzeit und der Verlegung von 95  Kilometern Glasfaserkabel in Marburg wird am 14. März die neue Technik ans Netz gehen. Peter kündigte Datenvolumen von 50 bis zu 100 Mgeabit pro Sekunde an, die in höchster Übertragung aber nur mit Glasfaseranschluss bis ins Haus möglich sei. Für Cappel versprach er eine 95-prozentige Versorgung mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde.

Wer den Vorteil des schnelleren Internet nutzen wolle, müsse einen neuen Vertrag abschließen, was man direkt im Anschluss des Vortrags tun konnte. Wer dieses nicht wolle, für den verändere sich nichts. „Der bleibt bei 16 Megabit pro Sekunde.“

Selbstverständlich könnten auch andere Anbieter das neue Glasfasernetz der Telekom nutzen, sagte Peter und wies auf die Möglichkeit hin, auch Fernsehen über Glasfaser zu empfangen.

Die abschließenden Fragen der Besucher bezogen sich allesamt auf technische Details. Aber nicht immer wurde den klaren Antworten des Referenten Glauben geschenkt.

von Heinz-Dieter Henkel

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr