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Glasfaser für zwei weitere Stadtteile

Breitbandausbau Glasfaser für zwei weitere Stadtteile

Der Ausbau des Glasfasernetzes schreitet voran: Bis 2020 soll die Geschwindigkeit des Internets in allen Stadtteilen durch die neue Technologie deutlich verbessert werden.

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Die Kabelrolle war pünktlich zum Start des Glasfasernetz-Ausbaus in Michelbach da. Ginseldorf und Michelbach sollen an das Hochgeschwindigkeits-Internet angeschlossen werden.

Quelle: Manfred Hitzeroth

Marburg. Gleich einen doppelten Startschuss gab es gestern zu feiern: Zu diesem Zweck kamen die beiden Hauptamtlichen aus dem Marburger Magistrat, Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) und Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne) sowie Stadtwerke-Geschäftsführer Rainer Kühne zu zwei Ortsterminen in die Marburger Stadtteile Michelbach und Ginseldorf.

Beschluss des Parlamentsaus dem Juli 2013

Nach dem Beschluss des Marburger Stadtparlaments zum Ausbau des Glasfasernetzes der Stadtteile im Jahr 2013 haben die Stadtwerke Marburg mit der Einrichtung der Glasfasertechnologie in den Außenstadtteilen begonnen, die den Bürgern dort vor allem ein schnelleres Internet ermöglichen soll.

Der erste Stadtteil war Bauerbach, wo vor zwei Wochen die Ausbauarbeiten beendet worden sind. Dort seien die bisherigen Erfahrungen mit dem Ausbau des Glasfasernetzes sehr positiv, sagte Vaupel. Rund 80 Prozent der Bauerbacher hatten sich dafür interessiert. Dort erfolgte der Ausbau nach dem FTTH-Konzept (Fibre to the home), wonach die Häuser einzeln an das neu verlegte Glasfasernetz angeschlossen wurden.

Aktuell gehen die Stadtwerke davon aus, dass die komplette Glasfasererschließung der Stadt Marburg 60 Millionen Euro kosten würde. „Ein solches Glasfasernetz, bei dem die Glasfaser durchgängig bis ins Haus verlegt wird, bietet praktisch unendliche Internetbandbreiten und wird den stetig weiter steigenden Bedarf der kommenden 40 Jahre für alle Bereiche der Telekommunikation abdecken“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

In Michelbach investieren die Stadtwerke zwei Millionen Euro. Dort werden bis Ende des Jahres rund 420 Hausanschlüsse gelegt. Das entspricht einer Anschlussquote von 72 Prozent. Verlegt werden 105 Kilometer Glasfaserkabel. Drei Bautrupps sind dort parallel im Einsatz.

In Ginseldorf ist ein Bautrupp im Einsatz. Dort sollen bis Ende des Jahres 190 Gebäudeanschlüsse gelegt werden. Das entspricht einer Anschlussquote von 84 Prozent. Verlegt werden dort 50 Kilometer Glasfaserkabel. Die Kunden werden zukünftig die Wahl zwischen den Internetgeschwindigkeiten 50 Megabit/Sekunde, 100 Mbit/Sekunde und 200 Mbit/Sekunde haben. Auch das Telefonieren über den Glasfaseranschluss ist möglich.

„Das ist der Schritt in die gesicherte IT-Zukunft für die privaten Häuslebauer und die Unternehmen vor Ort“, betonte OB Vaupel beim offiziellen Start-Termin in Michelbach.

„Wir gehen mit der Glasfaser bis an jedes Haus“, erklärte Stadtwerke-Geschäftsführer Kühne. Dazu müssten beispielsweise in Michelbach Flächen auf einer Länge von 24 Kilometer Trassen an der Straße oder durch Vorgärten aufgerissen werden.

Prioritätenliste für Reihenfolge des Ausbaus

Laut Bürgermeister Kahle, der gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Marburg ist, beschäftigen sich die Stadtwerke seit der Jahrtausendwende verstärkt auch mit dem Ausbau von Internet-Anschlüssen. Mit einer gesunden Kostenstruktur könne man auch mit den großen Anbietern Schritt halten, sagte Kahle. Es sei der Anspruch der Stadt Marburg, alle Stadtteile in dieses Programm einzuschließen. Dieses sei aber für die Stadtwerke eine Herkules-Aufgabe, die sich für die Stadtwerke nur lohne, wenn sich die investierten Millionenbeträge refinanzieren ließen. Und dazu sei es notwendig, dass möglichst viele Bürger auch einen Hausanschluss nutzen wollten.

Die Stadt Marburg unterstütze Bürger dabei mit individuellen Förderzuschüssen.

Der Bedarf ist in den meisten Stadtteilen groß. Zur Umsetzung gebe es bereits eine interne Prioritätenliste, wann in welchem Stadtteil der Ausbau des Glasfasernetzes erfolgen solle, erläuterte Kahle. Spätestens 2020 soll das Großprojekt beendet werden, kündigte Kahle gestern an.

von Manfred Hitzeroth

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