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Gladenbach verlangt höchste Gewerbesteuer

Kommunen ziehen an Gladenbach verlangt höchste Gewerbesteuer

Gladenbach verlangt mit 400 Prozent den höchsten Gewerbesteuerhebesatz im Landkreis. Am geringsten belastet werden die Gewerbesteuerzahler mit 310 Prozent in Breidenbach, teilt der Bund der Steuerzahler mit.

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Marburg. Alle Jahre wieder schaut sich der Bund der Steuerzahler an, wie sich die Hebesätze in der Republik entwickeln, „da wir mitbekommen haben, dass sich viel tut, haben wir die Daten in diesem Jahr Landkreis für Landkreis erhoben“, erklärt Hartmut Schaad, Ansprechpartner für die Finanzpolitik der Kommunen und für kommunale Gebühren und Beiträge beim Bund der Steuerzahler Hessen.

Als neunten Landkreis in Hessen hat der Verein die Situation in Marburg-Biedenkopf beleuchtet. Im Vergleich zu den bis dahin untersuchten Kreisen Wetterau, Hochtaunus, Groß-Gerau, Main-Taunus, Offenbach, Lahn-Dill, Darmstadt-Dieburg, Bergstraße fielen die Erhöhungen im heimischen Landkreis am heftigsten aus, da mehr als 80 Prozent der Kommunen in Marburg-Biedenkopf die Steuerbelastung erhöht haben - im benachbarten Lahn-Dill-Kreis waren es nur neun von 23 Kommunen.

In Lahntal und Weimar wurde am stärksten erhöht

In Lahntal und Weimar wurden mit 80 beziehungsweise 70 Punkten die deutlichsten Erhöhungen beschlossen. Da insgesamt 17 Städte und Gemeinden in diesem Jahr ihre Gewerbesteuerhebesätze anhoben, kletterte die durchschnittliche Gewerbesteuerbelastung im Vergleich zum Vorjahr um 39 Punkte von 326 auf 359 Prozent, erklärt der Bund der Steuerzahler.

Auch die Grundsteuer B wurde 2013 von 17 Städten und Gemeinden erhöht - von 250 Prozent in Breidenbach bis zu 350 Prozent in Gladenbach und Lohra. Der Durchschnittswert bei der Grundsteuer B liegt 2013 bei 310 Prozent - gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg von 30 Punkten. Auch die weniger ertragreiche Grundsteuer A für land- und forstwirtschaftlich genutzte Flächen wurde häufig erhöht.

Es sind 16 Kommunen von 22 im Landkreis, die 2013 mehr bei der Grundsteuer A verlangen als im Vorjahr. Breidenbach verzichtete auf eine Erhöhung und verlangt mit 240 Prozent am wenigsten, dagegen fordert Fronhausen nach einer Erhöhung um 50 Punkte auf nunmehr 400 Prozent kreisweit am meisten. Auch bei dieser Realsteuer steigerte sich der Kreisdurchschnittshebesatz von 289 Prozent um 20 Punkte auf nun 309 Prozent.

In allen drei Steuerkategorien liegen viele Kommunen im Nachbarkreis Lahn-Dill deutlich unter dem Steuerniveau der heimischen Kommunen. Zur Sanierung der kommunalen Haushalte wurden die Steuererhöhungen in Marburg-Biedenkopf teils angeordnet durch die Finanzaufsicht beim Landkreis, der damit einer Landesvorgabe folgte.

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