Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 3 ° Schneeregen

Navigation:
Gießen und Marburg schmieden Allianz

Zwei Unis, ein Ziel Gießen und Marburg schmieden Allianz

Die Forschungallianz zwischen den Universitäten Marburg und Gießen wurde in der Alten Aula feierlich besiegelt.

Voriger Artikel
Weltverbesserer im Konzert der Großen
Nächster Artikel
Wenn das Herz ärztliche Unterstützung braucht

Die Uni-Präsidenten Professor Joybrato Mukherjee und Katharina Krause unterzeichneten den Vertrag, beobachtet von Professor Matthias Kleiner (hinten von links), Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann und Ministerpräsident Volker Bouffier.Foto: Weigel

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Die Gästeliste für den Festakt am vergangenen Samstag las sich fast wie ein „Who is Who?“ der politischen und akademischen Prominenz Mittelhessens. Und das nicht ohne Grund: Denn mit der Forschungsallianz der beiden Unis Marburg und Gießen sollte eine strategische Partnerschaft offiziell werden, die die beiden in den vergangenen Jahrhunderten nicht immer befreundeten Hochschulen enger zusammenschmiedet. Und so bemühte der aus Gießen stammende Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) bei seinem Grußwort auch starke Worte und sprach von einem „historischen Moment“ in der Geschichte beider Universitäten.

„Viele Wissenschaftler beider Hochschulen arbeiten bereits seit Jahren erfolgreich zusammen. Das Besondere an der neuen Vereinbarung ist die Verbindlichkeit der Forschungallianz“, betonte Bouffier. Die Verantwortlichen beider Traditionsuniversitäten seien aus eigener Überzeugung und nicht durch die Landesregierung zu dem Ergebnis gekommen, dass eine noch engere Zusammenarbeit bei Forschungsverbünden sie noch erfolgreicher machen könne, ergänzte Bouffier. Auch Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) hatte den Weg zur festlichen Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunden durch die Präsidenten beider Unis gefunden.

„Im härter werdenden Wettbewerb müssen und wollen wir neue Wege gehen, um unsere Potenziale gemeinsam besser zu nutzen“, sagte der Gießener Uni-Präsident Professor Joybrato Mukherjee. Ende vergangener Woche wurde von der deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eine Förderung in Höhe von 4,3 Millionen Euro für ein gemeinsames internationales Graduiertenkolleg beider Universitäten bewilligt. Bereits in der kommenden Woche könnte die Forschungskooperation weitere Früchte bringen, kündigte Mukherjee an. Dann steht nämlich die Begutachtung von drei geplanten gemeinsamen Sonderforschungsbereichen in der Virologie, der Psychologie und den Geschichtswissenschaften an.

Kleiner wünscht Glück

„Unser Ziel ist es, die beiden traditionsreichsten Forschungsuniversitäten Hessens zu stärken und ihre Leistungen in der Forschung nach außen deutlicher sichtbar zu machen. Wir wollen gemeinsam den Wissenschaftlern für ihre Projekte hervorragende Rahmenbedingungen bieten“, erklärte die Marburger Uni-Präsidentin Professorin Dr. Katharina Krause.

Glückwünsche für ihre angestrebte Zusammenarbeit erhielten Krause und Mukherjee von Professor Matthias Kleiner, dem Präsidenten der Deutschen Forschungsgemeinschaft. In seiner Festansprache machte Kleiner deutlich, dass es in der Welt der Wissenschaft angesichts einer zunehmenden Globalisierung für alle Universitäten mehr denn je darauf ankomme, in ­Sachen Geld, Infrastruktur und Personal die richtigen Ressourcen im Wettbewerb um Fördermittel und Anerkennung bereitzustellen.

Ein Streichquartett aus Musikern des Gießener Studierendenorchesters umrahmte den Festakt. Wie wichtig die regionalen Politiker die Zusammenarbeit der beiden Universitäten ansehen, belegte die Anwesenheit von Marburgs Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) und seiner Gießener Amtskollegin Sigrid Grabe-Bolz (SPD). Zudem waren auch zahlreiche Wissenschaftler aus Gießen gekommen. Beim Empfang bot sich die Gelegenheit, begonnene Partnerschaften auszubauen.

von Manfred Hitzeroth

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr