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"Gewinnen sollen alle Teilnehmer"

Six Nations Cup "Gewinnen sollen alle Teilnehmer"

Strahlender Sonnenschein begleitete schon am frühen Donnerstagmorgen die Eröffnungsveranstaltung des Six Nations Cups im Georg-Gaßmann-Stadion. Beste Voraussetzungen für ein kleines völkerverbindendes "Sommermärchen".

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Die Mannschaft aus Sibiu, der Stadt des Gastgebers 2014, zieht mit rumänischen Landesfahnen bestückt in das Georg-Gaßmann-Stadion ein (oben). Die Delegation aus der tunesischen Hafenstadt Sfax überreicht Oberbürgermeister Egon Vaupel Gastgeschenke (links).Fotos: Tobias Hirsch

Marburg. Bei bereits um 9 Uhr in der Frühe hohen Temperaturen freute sich Oberbürgemeister Egon Vaupel „unsere Gäste an so einem schönen Sommermorgen begrüßen zu dürfen.“ Nach dem Kennenlernen der Teams, begann das offizielle Programm des internationalen Jugendturniers mit einer feierlichen Eröffnungszeremonie. Ähnlich wie bei den Olympischen Spielen liefen die Mannschaften nacheinander zu den Klängen ihrer jeweiligen Nationalhymne auf der Tartanbahn des Gaßmann-Stadions ein und stellten sich unter dem Applaus der anwesenden Zuschauer auf dem Rasenplatz vor der Haupttribüne auf.

Während das Marburger Team urlaubsbedingt noch etwas dezimiert antrat, am Wochenende aber vollzählig ist, mussten die Vertretungen aus dem englischen Northampton und dem thüringischen Eisenach kurzfristig ihre Teilnahme absagen. Aufgrund der Sommerferien war es ihnen nicht möglich, die erforderliche Anzahl an Spielern zu stellen. Im Wortsinne wird der Six Nations Cup dadurch zum „Five Nations Cup“, doch die Organisatoren der Veranstaltung erklärten, dies seien Erfahrungswerte, die man eben bei der ersten Austragung machen müsse. Das Interesse aus den beiden nun fehlenden Partnerstädten sei dennoch „auf jeden Fall vorhanden“ und man hoffe, sie bei der nächsten Austragung dabei zu haben, so Laura Müller vom Fachdienst Sport.

Die Stimmung unter den Athleten war ohnehin ungetrübt, und auch Vaupel sagte, er könne sich „nichts Schöneres heute vorstellen, als hier zu sein und die Sportler zu begrüßen.“ Die Mannschaften seien nach Marburg gekommen, da sie sich im sportlichen Wettkampf messen wollten und er sei gespannt, wer am Ende die Pokale gewänne. Die Sieger der Turniere seien aber nicht das Wichtigste an der Veranstaltung. „Die Wichtigsten seid ihr“, sagte Vaupel zu den Teilnehmern gewandt, „gewinnen sollt ihr alle.“ Der größte Gewinn sei es, wenn Freundschaften zwischen den jungen Menschen entstünden und ihre Generation künftig gemeinsam für den Frieden arbeite.

Stadtverordnetenvorsteher Heinrich Löwer würdigte den Six Nations Cup als ein „Partnerschaftstreffen, das für Marburg einzigartig ist und auch sonst kaum Vorbilder hat.“ Durch den Fußball könne die Jugend lernen, gemeinsam eine Zukunft aufzubauen, daher sei es auch hervorzuheben, dass es „kein Treffen von Politikern, sondern von Jugendlichen“ sei. Besondere Wünsche sprach er für eine „glückliche und freundliche Entwicklung“ an die Gäste aus Sfax aus. In Tunesien hatten vor zweieinhalb Jahren die Unruhen begonnen, die zum Arabischen Frühling führten.

Organisator Christian Ackermann schloss die Auftaktveranstaltung mit seiner Rede ab und zeigte sich glücklich, da die Verantwortlichen in der Stadtverwaltung „lange davon geträumt haben, dass sich Mädchen und Jungen aus unseren Partnerstädten hier treffen“. Außerdem überreichte er Vaupel eines der Motto-Shirts zum Turnier.

von Peter Gassner

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