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Gewappnet für den Katastrophenfall

Werksfeuerwehr Uniklinikum Gewappnet für den Katastrophenfall

Mit ihren neuen Räumen und aktuellem Ausbildungsstand könnte die neue Werksfeuerwehr am Universitätsklinikums Marburg beispielhaft für ganz Hessen werden.

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Bei der Übergabe der neuen Räume demonstrierte die Werksfeuerwehr einen Rettungseinsatz.Foto: Heinz-Dieter Henkel

Marburg. Noch ist die Werksfeuerwehr am Universitätsklinikum Marburg im Aufbau. „Der Anerkennung durch das Land Hessen fehlen nur noch einige Formalitäten“, berichtete Dr. Thomas Stumph vom Dezernat 22 beim Regierungspräsidium bei der kleinen Einweihungsfeier der neuen Räume im Untergeschoss. Bereits am 1. Januar könnte es damit so weit sein, gab er einen zuversichtlichen Ausblick. Marburg könnte dann die Maßstäbe für andere Krankenhäuser in Hessen setzen, so Stumph abschließend.

Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) wies wie Lars Schäfer vom Fachbereich Gefahrenabwehr beim Landkreis auf die bisherige, gute Zusammenarbeit zwischen Klinikum und der Feuerwehr hin. 34 Alarmierungen, Fehlalarme mitgerechnet, habe es im Jahr 2013 gegeben, berichtete Vaupel über den Einsatzbereich Klinikum Lahnberge, das bisher vom Marburger Stützpunkt Mitte aus versorgt wird.

Zusätzlich wies er auf die Bedeutung dieser Notfalleinrichtung bei Unfällen aller Art für Marburg und Umgebung hin.

Ein katastrophenartiges Szenario zeichnete danach Dr. Gunther Weiß, Kaufmännischer Geschäftsführer des UKGM Marburg, wenn diese Einrichtung einmal durch Brand ausfallen sollte. „Krankenhausbrände gehören zu den schlimmsten Katastrophen überhaupt“, sagte Weiß.

Mit Stolz verwies er auf das bisher bereits Erreichte und betonte, dass bei Neueinstellungen zukünftig auch nach einem möglichen Einsatz bei der freiwilligen Werksfeuerwehr gefragt werde. Abschließend erläuterte der Leiter des Zentrums für Notfallmedizin am Klinikum, Privatdozent Dr. Clemens Kill, den unschlagbaren Vorteil der Ortskenntnis einer Werksfeuerwehr in den weitläufigen Fluren des Krankenhauses.

Besonders lobte er Reinhold Bonacker, dem es gelungen sei, aus den rund 4000 Mitarbeitern bisher 60 Bedienstete für den freiwilligen Feuerwehrdienst zu gewinnen. Wie gut ausgebildet und bereits einsatzfähig diese Feuerwehrmänner und -frauen sind, demonstrierte die Werksfeuerwehr abschließend bei einer Einsatzübung.

Die Retter übten unter Einsatz von Atemschutzgerät die Rettung zweier Personen aus einem verrauchten Klinikskrankenzimmer.

von Heinz-Dieter Henkel

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