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Geschlüpfte Küken und bunt bemalte Eier

Ostermarkt in Moischt Geschlüpfte Küken und bunt bemalte Eier

Es gab ein volles Bürgerhaus: Bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel strömten am Samstag wie jedes Jahr zahlreiche Besucher zum Ostermarkt in Moischt.

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Die geschlüpften Küken beim Ostermarkt im Marburger Stadtteil Moischt. Fotos: Ina Tannert

Marburg. Traditionell findet der Ostermarkt im Marburger Stadtteil Moischt vier Wochen vor Ostern statt. Zum mittlerweile 25. Mal wurde der österliche Brauchtumsmarkt vom Geflügelzuchtverein Moischt ausgerichtet. Rund 40 Stände, Verkäufer und Handwerker aus ganz Deutschland füllten die bunt geschmückte Mehrzweckhalle in Moischt. Zwei Tage lang, am Samstag und am Sonntag erwies sich der Ostermarkt in Moischt wieder als Anziehungspunkt für Besucher aus der gesamten Region.

Zwischen den farbenfrohen Ständen leuchtete sogar ein blühender Kirschbaum. In der Mitte der Halle stand der Osterbaum.

Dieser war behangen mit bunt bemalten Eiern, die teilweise jedes Jahr wieder verwendet werden und mit Osterzitaten und Jahreszahlen verziert wurden. Das älteste Osterei hängt dort bereits seit über 15 Jahren.

Geflügelausstellung alsBestandteil des Marktes

Eine Besonderheit auf dem Moischter Ostermarkt sei zudem die Geflügelausstellung in der gleichen Halle, betonte Hartmut Deuker, Pressewart des Geflügelzuchtvereins. Neben den Ständen waren mehrere Käfige mit Hühnern, Tauben und einer Hasenfamilie aufgestellt, welche vor allem von den Kindern ausführlich bestaunt wurden.

Bedenken, dass die Tiere durch den Lärm und die vielen Menschen verängstigt werden könnten, habe der Verein nicht, sie seien das gewöhnt, erklärte der Pressesprecher.

Das Angebot der Aussteller war vielseitig und umfangreich. Die Besucher konnten an zahlreichen Ständen voller Töpferwaren, Porzellan, Stickereien aller Art, jeder Menge Schmuck, Kerzen und Figuren aus Stein, Holz und Stoff vorbeischlendern oder den Handwerkern bei der Arbeit zuschauen.

Die Handwerker stellten beim Ostermarkt ihr künstlerisches Geschick unter Beweis und demonstrierten traditionelle Herstellungsverfahren. Handwerker wie Korbflechter, Glasbläser, Besenbinder und Stuhlmacher unterhielten die Besucher mit ihrem Können und zeigten auch ihr teilweise sehr altes Brauchtum zum Anfassen.

„Wir wollen keinen Ramsch oder Massenware, hier wird nur Eigenproduktion angeboten“, freute sich Deuker. Der Geflügelzuchtverein hatte auch noch einen eigenen Stand, an dem selbst gebackenes Brot, Eier und Wurst verkauft wurden.

Natürlich durften jede Menge Eier aus den unterschiedlichsten Materialien nicht fehlen. An mehreren Ständen konnte man die farbenfrohe Kunst der Ostermalerei bestaunen.

„Es bleibt dabei:Ursprung ist ein Ei“

An anderen wurden hübsch verzierte Schokoladeneier angeboten. Über all dem prangte der österliche Spruch „Ob Mensch, ob Tier, es bleibt dabei, ihr Ursprung ist ein Ei“ von der Hallenwand.

Diesen Ursprung veranschaulichte der Verein mit einem besonderen Schauspiel: dem Schlupf von Hühnerküken. „Alles dreht sich um das Osterei, aber wir wollen auch demonstrieren wie neues Leben entsteht“, sagte Deuker.

Immer wieder sah man Kindergruppen um den Brutkasten stehen, in dem über 60 Hühnereier bereit zum Schlupf lagen, der an diesem Tag erwartet wurde. Gespannt beobachteten die Kinder die Eier und warteten auf das Erscheinen der ersten Küken. Gegen Nachmittag war es dann so weit: Ein paar der Küken schlüpften und wurden unter einer Wärmelampe neben den Ständen „ausgestellt“, wo sie sich dicht zusammendrängten. Gerade die Kinder waren begeistert von den Küken und durften sie auch in die Hand nehmen, was die jungen Tiere allerdings eher verängstigte.

von Ina Tannert

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