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Geschichte zum Sehen und Anfassen

„Tag des offenen Denkmals“ Geschichte zum Sehen und Anfassen

Am Sonntag sind in Marburg und im Landkreis nicht nur zahlreiche Denkmäler zu besichtigen, die sonst nicht öffentlich zugänglich sind, es gibt auch einige extra zusammengestellte Ausstellungen und Führungen im Angebot.

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Diese preußischen Jägeruniformen sind in der Ausstellung der Bürgergarde Kirchhain zu sehen.

Quelle: Privatfoto

Landkreis. Mit zahlreichen Sonderöffnungen, Ausstellungen und auch vorgelagerten Veranstaltungen bietet der „Tag des offenen Denkmals“ hessenweit eine große Auswahl. Man muss aber nicht unbedingt weit fahren, um Besonderes zu erleben. Die Stadt Marburg und zahlreiche Kommunen im Landkreis bieten an diesem Wochenende insgesamt 38 interessante Ausflugsziele.

Einige wurden in den vergangenen Tagen bereits separat in der OP vorgestellt, etwa der Gutshof in Fronhausen, das Programm rund um die Alte Kirche in Bürgeln oder bei der Landsynagoge in Roth. An dieser Stelle folgen nun ein paar weitere Anregungen. Eine Gesamtübersicht gibt es im Internet (siehe Hintergrund) oder in der öffentlich ausliegenden Zeitung „Denkmal“.

Amöneburg:

Der Förderverein Stiftskirche Amöneburg, hat eigens eine große Ausstellung mit dem Thema „Die Stiftskirche Amöneburg im Wandel der Zeiten“ vorbereitet. Immerhin waren gleich drei bedeutende neugotische Architekten am Bau der Stiftskirche beteiligt: Georg Gottlob Ungewitter, Peter Zindel und Carl Schäfer. Am produktivsten war Carl Schäfer. In Amöneburg gehen unter anderem die noch heute existierenden, künstlerisch wertvollen, farbigen Glasfenster auf ihn zurück. Für die Ausstellung wurde zum ersten Mal eine Serie von Ansichtskarten mit Details der Fenster erstellt.

Die Ausstellung im Rabanushaus wird schon Samstag um 14 Uhr eröffnet und ist dann bis 18 Uhr zu sehen sowie natürlich am Sonntag ab 11.30 Uhr. An diesem Tag finden um 11.30, 14 und 16 Uhr zusätzlich Führungen in der Stiftskirche statt.

Kirchhain:

Die Stadt Kirchhain wird sich mit einer Fotoausstellung „Denkmäler“ beteiligen, die in der Zeit von 13 bis 18 Uhr im Jugend- und Kulturzentrum (Borngasse 29, Kirchhain) zu besichtigen ist. Bürgermeister Olaf Hausmann wird die Ausstellung um 13 Uhr offiziell eröffnen. Darüber hinaus werden zwei Führungen durch die „Große Mühle“ und den „Anna-Park“ angeboten. Treffpunkt ist jeweils um 15 Uhr und 16.30 Uhr an der Mühle („Hinter der Mauer 6“).

Auch die Stausebacher Wallfahrtskirche ist geöffnet. Nach dem Gottesdienst, der um 9  Uhr beginnt, finden Führungen/Dachführungen statt (12.30 Uhr und 15 Uhr).

Die Kurhessische Bürgergarde Kirchhain öffnet ihre Vereinsräume mit dem „Kleinen Dachmuseum“. In der Zeit von 11 bis 18 Uhr ist die Heimat- und Militärgeschichtliche Sammlung in der Kirchhainer Fußgängerzone (Bahnhofstrasse 14, über Modehaus Pausch / neben der Volksbank) kostenlos zu besichtigen.

Rauschenberg:

In Rauschenberg ist an diesem Tag Katten‘s Hoob (Blaue Pfütze 6) geöffnet. Der Fachwerkbau aus dem 14. Jahrhundert und das romanische Kellergewölbe bilden eines der ältesten jüdischen Anwesen in Hessen. Im Rauschenberger Stadtteil Ernsthausen ist das Alte Bahnhaus Ernsthausen-Wambach zwischen 10 und 18 Uhr zu sehen. Der Bürgerverein Aktive Störche hatte es umfangreich saniert.

Biedenkopf:

An der Kulturstube „Zur sicheren Beule“ in Biedenkopf steht zwar ein Baugerüst, doch kann sie im Rahmen von  Führungen des Schenkbarschen Haus (Bei der Kirche 9) um 11, 15 und 18 Uhr besichtigt werden.

Das bekannte Quartett Passo Avanti gibt bereits heute, 9. September, also nicht am Sonntag, ab 19.30 Uhr im Hinterlandmuseum Schloss Biedenkopf ein Konzert. Es findet im Rahmen der Reihe „Hör mal im Denkmal“ statt. Passo Avanti
spielt Klassiker in moderner Form und mit Elementen des Jazz.

Münchhausen:

Der Förderkreis Christenberg bietet gemeinsam mit dem Heimat- und Geschichtsverein Münchhausen am Christenberg um 14 Uhr eine öffentliche Führung an. Treffpunkt ist am Alten Küsterhaus.

Marburg:

Auch wenn die Kirche St. Peter und Paul (Biegenstraße 18) in der Zeitung „Denkmal“ nicht aufgeführt wird, ist sie von 11 bis 18 Uhr zu besichtigen.

Unter anderem werden in Marburg drei Führungen zu unterschiedlichen Teilen der Stadtmauer angeboten, die einzeln besucht werden können, aber auch nacheinander abgelaufen werden können.
Das Ernst-von-Hülsen-Haus wird innen saniert. Es ist aber von 14 bis 18 Uhr zugänglich.

Um 14, 15 und 16 Uhr werden Baustellenführungen angeboten, um 17 Uhr gibt es einen Vortrag des Architekten über Denkmalschutzarbeiten im Gebäude. Zudem gibt es Informationen über das zukünftige Museumkonzept und über die geplante Kreativwerkstatt für Kinder, eine Ausstellung der Museumsspendenschweine sowie  Kaffee- und Kuchenverkauf zugunst der Innensanierung.

Wetter:

Die Stiftskirche Wetter ist von 11 bis 16.30 Uhr zu besichtigen, um 18.15 Uhr gibt es dann noch eine Führung. Um 17 Uhr findet ein Orgelkonzert „Von Bach bis Mozart“ zum Jubiläum „250 Jahre Heinemann-Orgel Wetter“ mit Professor Martin Weyer statt. Der Eintritt beträgt 8 Euro.

Im Internet gibt es Gesamtübersichten. Unter http://tag-des-offenen-denkmals.de/laender/he/ lassen sich direkt die hessischen Landkreise aufrufen. Mit einem Klick werden dann die jeweiligen Angebote aufgelistet.

von Götz Schaub

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