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Uni-Senat

Geringeres Defizit, aber weiterhin Sparzwänge

Eine insgesamt positive Bilanz der vergangenen anderthalb Jahre zogen Uni-Präsidentin Professorin Katharina Krause und die übrigen Präsidiums-Mitglieder in ihrem gestrigen Rechenschaftsbericht im Uni-Senat.
Uni-Präsidentin Professorin Katharina Krause hielt gestern im Uni-Senat den Rechenschaftsbericht des Uni-Präsidiums. Foto: Tobias Hirsch

Uni-Präsidentin Professorin Katharina Krause hielt gestern im Uni-Senat den Rechenschaftsbericht des Uni-Präsidiums. Foto: Tobias Hirsch

© Tobias Hirsch

Marburg. Neben den Senatsmitgliedern waren gestern noch die Dekane aller Uni-Fachbereiche sowie die Mitglieder des Hochschulrats in den Senatssitzungssaal. So war der Raum sehr gut gefüllt für den turnusmäßigen Rechenschaftsbericht des Uni-Präsidiums, der die wichtigsten Ereignisse an der Uni im Zeitraum zwischen Februar 2013 und Juni dieses Jahres beinhaltete. Überraschungen blieben allerdings aus, denn über die meisten Angelegenheiten hatte die Marburger Uni-Präsidentin Professorin Katharina Krause den Senat bereits jeweils in den monatlichen Sitzungen ausführlich informiert.

So war jetzt eher die Zeit für eine Art Zwischenbilanz, und die fiel im Eingangs-Statement von Krause insgesamt positiv aus. So berichtete sie, dass es gelungen sei, den weiteren Anstieg der Studierendenzahlen auf ein erneutes Allzeithoch gut zu meistern. Dies sei aber mit vielen Zumutungen für alle Beteiligten - Studierende, Lehrende, Uni-Mitarbeiter und die Verwaltung - verbunden gewesen, räumte die Präsidentin ein.

Als Pluspunkte verbuchte sie unter anderem mehrere erste Erfolge der Forschungsallianz Gießen-Marburg, die Baufortschritte auf dem Campus Lahnberge, die Einwerbung eines Forschungsbaus für „Synmikro“ sowie die Rettung des Botanischen Gartens und die Sicherung von Forschungsmöglichkeiten am Partikeltherapie-Zentrum. Eine wichtige Rolle im Rechenschaftsbericht spielten die Finanzen. Uni-Kanzler Dr. Friedhelm Nonne machte deutlich, dass das Defizit im Budgetplan-Abschluss für 2013 geringer ausgefallen sei als prognostiziert. Zudem sei auch der kaufmännische Jahresabschluss positiv ausgefallen. So sei die Gewinnrücklage um 9,6 Millionen Euro erhöht worden. Die Kehrseite der Medaille: Dazu seien erneut verschärfte Sparanstrengungen erforderlich gewesen. Für Dr. Peter Müller vom Uni-Personalrat war dies in der anschließenden Diskussion ein Anlass zur Kritik. Dass wegen der Sparzwänge an vielen Fachbereichen Stellen zeitweise oder ganz nicht mehr nachbesetzt würden, das gehe zulasten der Kollegen, beklagte Müller.

Kanzler Nonne gestan ein, dass Abstriche in den Stellenplänen an allen Fachbereichen gemacht würden. Die Mehrbelastung für das Personal sei aber nicht im Sinne der Uni-Leitung; diese Situation solle dringend verbessert werden.

Lob für das Uni-Präsidium gab es vom Hochschulrats-Vorsitzenden Professor Uwe Bicker, der die Budgetzahlen als nicht mehr dunkelrot, sondern jetzt eher „rosafarben“ bezeichnete. Das Präsidium habe die Universität gut im Griff, betonte Bicker. Erfreut zeigte sich Monika Lerp als Senats-Vertreterin der Mitarbeiter darüber, dass die Uni-Leitung wie vor zwei Jahren gefordert die Förderung der Weiterbildung von Uni-Mitarbeitern sowie weitereFührungskräfte-Schulungen vorangetrieben habe.

von Manfred Hitzeroth


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