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Georg Schnell bleibt im Amt

Ortsbeirat Ronhausen Georg Schnell bleibt im Amt

Uwe Rauch und Irena ­Meier sind neu in den Ortsbeirat Ronhausen ­gewählt worden.

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Stellvertretender Ortsvorsteher Uwe Rauch (von links), Ortsvorsteher Georg Schnell und Schriftführerin Irena Meier.

Quelle: Ina Tannert

Ronhausen. Auch nach 35 Jahren als Ortsvorsteher stellte sich Georg Schnell für eine weitere Amtszeit zur Verfügung. Er konnte seinen neuen Stellvertreter Uwe Rauch und Schriftführerin Irena Meier im Ortsbeirat willkommen heißen.

Beide ergänzen das dreiköpfige Gremium des kleinen Stadtteils. Meier wurde per Losverfahren des Wahlvorstands endgültig ins Amt gewählt, nachdem sie und Vorgänger Hans Findt jeweils genau 58 Stimmen erhielten. Herzlich verabschiedete sich der Ortsvorsteher auch von seinem langjährigen Stellvertreter, Hans Wenz, der nach nunmehr 23 Jahren als Mitglied, davon 15 Jahre an zweiter Stelle, das Gremium verließ. „Es reicht langsam, nun sind die jungen Leute dran“, sagte Wenz. Unlängst wurde er von der Stadt Marburg zum Ehrenortsbeiratsmitglied ernannt. „Eine Ära geht heute zu Ende“, lobte Schnell dessen „langjähriges, herausragendes Engagement“.

Für die neue Amtsperiode hat sich das frisch konstituierte Gremium einige Ziele gesteckt und andere Themen zufrieden eingemottet.

Ein Steckenpferd bildet weiterhin der Radverkehr auf der K42 in Richtung Wolfshausen. Die zwecks Verkehrsberuhigung nur einspurig befahrbare Straße stelle einen „wichtigen Ortsverbindungsweg“ dar und schließe die Lücke zu dem auf der anderen Lahnseite gelegenen Radwegenetz, betonte Schnell. Der motorisierte Verkehr nutzt die nur auf einer Seite notdürftig geteerte Strecke regelmäßig als Abkürzung, der Radverkehr hat keine eigene Spur, bleibe dabei gefährlich außen vor. Per Rad sei die Nutzung des Weges ohne vorhandene Fahrspur „ein Himmelfahrtskommando“. Dort müsse die prekäre Situation für Radfahrer dringend entschärft und mögliche Verkehrsbeschränkungen geprüft werden. Anstelle von Verbotsschildern und Schranken wären nach Schnells Meinung andere Lösungen besser geeignet. In ­etwa „Kontrollen machen und abzocken“, als Warnung.

Ein bisheriges Schwerpunktthema hofft das Gremium in Zukunft ad acta legen zu können: die Bemühungen um weiteres Bauland für Ronhausen, das mit rund 220 Einwohnern stetig kleiner werde, teilte Schnell mit, der künftig auf bis zu zehn neue Bauplätze im Bezirk hofft. Behindert wird das Vorhaben seit Jahren durch die Lage Ronhausens in der Wasserschutzzone drei, die besonders strenge Auflagen umfasse. „Das hat uns immer wieder bewegt, wir sind der einzige Stadtteil, der schrumpft.“ Diesem Trend müsse Einhalt geboten werden, „andernfalls sind wir bald nicht mal mehr 200“.

von Ina Tannert

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