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Gemeinsame Beobachtungen in der Volkssternwarte

Astronomie Gemeinsame Beobachtungen in der Volkssternwarte

Der Verein Volkssternwarte Marburg trifft sich in regelmäßigen Abständen zur Beobachtung von Sternen und der Sonne. Neue Mitglieder sind immer willkommen.

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Reiner Boulnois an einem der Teleskope in der Volkssternwarte in Kirchhain.Foto: Peter Gassner

Marburg. Reiner Boulnois ist stellvertretender Vorsitzender des Vereins Volkssternwarte Marburg. Tatsächlich steht die Volkssternwarte jedoch in Kirchhain. Beim Bau des gemeinschaftlichen Gebäudes von Alfred-Wegener-Schule und der Beruflichen Schulen Kirchhain konnte sich der seit 1975 bestehende Verein dank des guten Kontaktes zum damaligen Landrat eigene Räumlichkeiten sichern. Neben eines Vortragsraumes, in dem jeden Freitag Vorträge für die Öffentlichkeit stattfinden, gibt es hier auch eine Dachterrasse mit fest installierten Teleskopen. Bei Regen und Unwetter wird das Dach auf der Anlage geschlossen.

„Hier haben wir einfach eine bessere Infrastruktur“, erzählt Boulnois. Zuvor wanderten die Hobby-Astronomen auf nahegelegene Hügel und mussten die mitgebrachten Teleskope individuell ausrichten. Nun treffen sie sich zu gemeinsamen Beobachtungen in der Sternwarte, „denn allein macht es ja auch keinen Spaß“, so Boulnois. Bis zu 400 Mal können sie die Sterne dort vergrößern und mehr als 10.000 Positionen sind mit den High-Tech-Teleskopen automatisch anwählbar. Dennoch sei gerade nachts ein gewisser Abenteurer-Faktor dabei, gemeinsam draußen auszuharren.

Auch die Sonnenbeobachtung zählt zu den Interessen einiger Vereinsmitglieder und findet jeden Sonntag öffentlich statt. Ob bei Tag oder bei Nacht - „wir sind aber immer wetterabhängig“, sagt der Rentner. Bei wolkigem Himmel ist meistens wenig zu erkennen. Die ein oder andere Enttäuschung habe er auf diese Weise schon erlebt, erzählt Boulnois, doch insgesamt sei es „der Bezug zum Leben“, der die Astronomie so spannend mache. Sie sei die „Wissenschaft der Weltanschauung“ im wahrsten Sinne des Wortes, sagt er schmunzelnd. Darüber hinaus gebe es natürlich noch einen ästhetischen sowie einen technischen Aspekt, die die Faszination ausmachten. Die Oberfläche der Sonne und einiger Planeten veränderten sich außerdem ständig und hätten eine „unglaubliche Dynamik“. Vor der Beobachtung habe man daher immer die Hoffnung, neue Veränderungen erkennen zu können.

Der Verein hat derzeit 42 Mitglieder aus Marburg und Umgebung und freut sich immer über Interessierte, die an den Aktivitäten teilnehmen möchten. von Peter Gassner

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