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Gemeinsam neue Wege gehen

Aktionstag katholischer Gemeinden Gemeinsam neue Wege gehen

Unter dem Motto „Frische Ideen für die gemeinsame Zukunft der Katholischen Kirche in Marburg und Fronhausen“ veranstalteten die Mitglieder einen Zukunftstag mit Gottesdienst und Workshops.

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Über die aktuelle Kaufsituation der Kugelkirche berichtete Pfarrer Franz Langstein in seinem Vortrag.

Quelle: Arnd Hartmann

Marburg. „Ein knackiges Programm“ versprach Marieke Kräling den Gästen zu Beginn der Veranstaltung. „Bereits seit dem Katholikentag haben wir uns Gedanken über die Umsetzung gemacht.“

Leeren Kirchenbänken und Fernbleiben des christlichen Miteinanders wollen die fünf katholischen Gemeinden aus dem Landkreis künftig den Kampf ansagen. Das nur zu bestimmten Großanlässen die Gemeinschaft zusammenkomme und der Glaube auf reduzierter Ebene gelebt werde, soll deshalb mit einer Neuausrichtung geändert werden.

„Von anderen lernen“, verdeutlichte Hauptreferent Thomas Müller den Gemeindemitgliedern später in seinem Impulsvortrag. Auch weitere Neuerungen über die Entstehung des pastoralen Zentrums auf dem Areal der Kirche und des Gemeindehauses von Sankt Peter und Paul sowie der Kauf des Kugelhauses wurden während des Aktionstages vorgestellt.

Mit dem Erwerb des zum Verkauf stehenden Kugelhauses der benachbarten Kugelkirche in der Oberstadt erhofft sich die Pfarrgemeinde Sankt Johannes Evangelist, der Raumnot für bestehende Aktivitäten nachzukommen.

„Aus der Komfort- in 
die Lernzone wechseln“

Doch bisher führten die Verhandlungen mit dem Land Hessen noch zu keinem greifbaren Ergebnis. Neben einem größeren Platzangebot erhofft sich die Gemeinde, mit dem Kauf auch ein soziales Caritaszentrum oder aber Studentenwohnheim zu etablieren. „Wir müssen jungen Gläubigen in Marburg auch eine Anlaufstelle bieten können“, sagte Pfarrer Franz Langstein.

Die Planungen für das pastorale Zentrum auf dem Grundstück bei Sankt Peter und Paul sind da schon weiter fortgeschritten. Bereits im Jahr 2010 erfolgte der Anstoß zum Ausbau einer gemeinsamen Begegnungsstätte für alle katholischen Gemeinden in der Region.

„Eine transparente und offene Gestaltung“, so der Gestaltungswunsch der Würdenträger, könne auf dem 4000 Quadratmeter großen Gelände in den nächsten Jahren entstehen. Aber auch eine Kirchenneugestaltung würde im gleichen Baugeschehen Sankt Peter und Paul nachhaltig verändern. Bis zum Herbst 2016 wird dementsprechend ein bauliches Architektenmodell für den Standort in der Biegenstraße vorliegen.

In seinem Vortrag „Neue Formen von Kirche“, sprach Müller im Anschluss über die Aufgabe der christlichen Gemeinschaft, um den Glauben wieder aktiv in das Bewusstsein der Gemeinden zu tragen. „Das größte Problem unserer Kirchen heute ist: Wir haben es uns zu gemütlich eingerichtet. Um eine neue Kirche zu leben, müssen wir aus der Komfort- in die Lernzone wechseln.“ Zu dieser Thematik trafen sich die rund 120 Gemeindemitglieder am Nachmittag zu Workshops, die später auch präsentiert und ausgewertet wurden.

von Arnd Hartmann

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