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Gemeinden fordern mehr Einfluss

Feier des 60. Geburtstags Gemeinden fordern mehr Einfluss

Der Zusammenschluss der 15 Stadtteilgemeinden ist irritiert darüber, dass der Magistrat die Gespräche mit ihnen seit 2012 wohl eingestellt hat. Und das, obwohl sie den politischen Ortsbeiräten gleichgestellt sein sollen.

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„Interessen der Marburger werden nicht von Gästen vertreten“: Nach diesem Motto handeln Detlef Scharlau (l.), Hans-Joachim Wölk und Alexander Koch in den Stadtteilgemeinden.

Quelle: Björn Wisker

Marburg. „Wir sind näher an den Bewohnern dran als politische Gremien“, sagt Alexander Koch, Vorsitzender der Südstadtgemeinde. „Unser Anliegen ist es, mitzumischen. Dafür müssen wir, müssen unsere Ideen und Anregungen aber von der Stadt gehört werden“, ergänzt er.

Doch weder im vergangenen noch in diesem Jahr sei es zum Dialog mit dem Magistrat und den Ortsbeiräten gekommen, ergänzt Hans-Joachim Wölk, Chef der Hansenhausgemeinde. Feste, Vorträge, Kummerkasten für Einwohner: „Unsere Aktivität vor Ort ist gerade bei Umbrüchen, wie sie etwa am Ortenberg vor sich gehen, wichtig“, sagt Detlef Scharlau, Vorsitzender des Arbeitskreises und der Ketzerbachgemeinde.

Doch der Konflikt mit der Politik trübt die Stimmung von Scharlau und Co. dieser Tage nicht. Denn am Samstag wird gefeiert: Der 60. Geburtstag der Arbeitsgemeinschaft, in welcher sich alle Vorsitzenden monatlich treffen, steht an. Programm: ein festlicher Empfang im Rathaus und ein Konzert in der Pfarrkirche. Der Blick soll bei der Feier zurückgehen auf Zeiten, als Ex-Oberbürgermeister Hanno Drechsler die Gemeinden als „Sprachrohr des Wohngebiets“ bezeichnete. Auf die Gründungsphase als „Marburger Eigenart im19. Jahrhundert“, wie Werner Macsos in der ersten Festschrift „Graben, Bach, Brunnen“ von 1981 schrieb. Neben 15 Einzelgemeinden sind auch der Schaustellerverband sowie der Verkehrs- und Verschönerungsverein aktiv in der Organisation.

Ein Ziel: Termin-Koordination, sodass geplante Feste der jeweiligen Stadtteilgemeinden möglichst nicht auf ein Wochenende fallen. 4500 Mitglieder zählen die Vereine insgesamt - und beim Blick auf die Zahl benennt Scharlau eine Herausforderung für die Zukunft. „Junge Familien ziehen gezielt etwa vermehrt gen Ortenberg oder Ockerhausen. Uns muss es gelingen, diese für die Gemeinden, das aktive Einbringen zu begeistern.“ So wie im Hansenhausviertel. „Das war mal überaltert, quasi tot. Jetzt hat sich das zum Guten gewandelt, siehe die lebendige Entwicklung in der Schule und Kindertagesstätte“, sagt Scharlau.

--> Samstag, 19 Uhr: Konzert mit „Muytango“ um 19 Uhr in der Lutherischen Pfarrkirche (Eintritt frei). Bereits um 16 Uhr: Empfang im Rathaus.

von Björn Wisker

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