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Geld für Weihnachtsgeschenke

Theodor-Schubert-Stiftung Geld für Weihnachtsgeschenke

Wie jedes Jahr seit 1976 wurde am Montag im Rathaus bei Kaffee und Kuchen offiziell die aktuelle Geldsumme der Theodor-Schubert-Stiftung für bedürftige Senioren in Marburg bekannt gegeben.

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Peter Schmidt (von links) vom Fachdienst Soziales hatte die glücklichen Empfänger der Unterstützung ausgesucht, dafür bedankten er und Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies sich bei Abteilungsdirektor Heiko Möllner und Filialdirektor Lars Leonard von der Commerzbank, welche die Stiftung verwaltet.

Quelle: Marcus Hergenhan

Marburg. Genau so hatte es der namensgebende Stiftungsgründer vor seinem Ableben 1975 verfügt. „Es war ihm wichtig, dass sein Vermögen armen Menschen in Marburg helfen soll, weil er zu dieser Stadt seit seiner Kindheit eine besondere­ Bindung aufgebaut hatte und dabei sollte die offiziellen­ ­Bekanntgabe stets an seinem Geburtstag stattfinden und ­Kuchen gereicht werden“, sagte Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD).

Theodor Schubert, der später Direktor des Reiseunternehmens Lloyd und entsprechend vermögend wurde, lebte zwar nur von 1895 bis 1900 und von 1912 bis 1915 in Marburg, vergaß die Stadt jedoch Zeit seines Lebens nie. Da er die harten Bedingungen armer Menschen aus jener Kindheit nur zu gut kannte, gründete Schubert die Stiftung, die von der Commerzbank verwaltet wird und seit 40 Jahren Projekten oder einzelnen Personen hilft, die vom Fachdienst Soziales sorgsam ausgewählt werden.

„Wir sind als Stadt sehr glücklich über solche Stiftungen, denn eine Kommune darf selbst keine privaten Personen direkt unterstützen. Seit einiger Zeit wurde zusammen mit der Commerzbank entschieden, dass die volle Summe an bedürftige ­ältere Menschen gehen soll, die kaum eine Perspektive haben, aus der Armut zu kommen. In diesem Jahr sind 49 Einzelpersonen und sechs Ehepaare mit 200 beziehungsweise 300 Euro bedacht worden, damit können sie für sich oder Angehörige zumindest ein schönes Weihnachtsgeschenk kaufen oder ­finanzielle Durststrecken überwinden“, erklärte Spies.

In der Vergangenheit waren die Ausschüttungen zum Teil noch größer, da die Zinsen höher waren. „Wir haben uns so aufgestellt, dass wir bis mindestens 2018 weiter die 12000 Euro aus älteren Zinsverträgen und Rücklagen auszahlen können, und wie es aussieht, sollte das noch länger funktionieren“, erklärte Commerzbank-Abteilungsdirektor Heiko Wöllner.

von Marcus Hergenhan

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