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Geld für Ideen zum Barrieren-Abbau

Jürgen-Markus-Preis Geld für Ideen zum Barrieren-Abbau

Am 23. September wird zum dritten Mal der Jürgen-Markus-Preis im Rathaus verliehen. Die Kuratoriumsmitglieder werden die kreativsten und nutzbringendsten Ideen für ein barrierefreies Marburg auszeichnen.

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Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (hinten, Zweiter von links) stellte gemeinsam mit den Kuratoriumsmitgliedern die Eckdaten des Jürgen-Markus-Preises vor.

Quelle: Pascal Ertl

Marburg. Im Gedenken an den verstorbenen Stadtverordneten der Grünen Jürgen Markus und dessen Engagement für behinderte Menschen wird die Stadt dieses Jahr erneut nach hilfreichen Ideen Ausschau halten. Prämiert werden Ideen, die eine Inklusion behinderter Menschen in den Alltag und den Abbau von Barrieren in Straßen und Häusern fördern. Alle zwei Jahre werden die besten Ideen mit dem Preisgeld in Höhe von 20000 Euro subventioniert, wobei eine Aufteilung des Geldes an verschiedene Projekte möglich ist.

„Nicht jedem fallen Barrieren direkt auf, deshalb finden wir es wichtig, sich danach umzuschauen“, sagt Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD). Die Inklusion behinderter Menschen in alltägliche Dinge sei der Hauptgrund für das Sammeln der Vorschläge. Dabei gehe es aber nicht nur um Baumaßnahmen für die Zugänglichkeit von Orten innerhalb Marburgs, erklärt der OB: „Wir nutzen auch Möglichkeiten, unsere Internetseiten der Stadt für seh- und hörgeschädigte Menschen zugänglich zu machen.“

Auch Wolfgang Urban (62) schätzt kreative Ansätze: „Es wäre schön, wenn in der Kinder- und Jugendhilfe oder dem Theater noch mehr Initiativen für Behinderte entstünden.“

Susanne Holz (50) ist davon überzeugt, dass die Ideen das gesamte Stadtbild verbessern werden. So könne man beispielsweise auch Menschen mit Kinderwagen eine ausreichende Barrierefreiheit in der Stadt gewährleisten. Oberbürgermeister Spies erklärt: „Es ist einfach ein guter Grund, Ideen zu sammeln.“

Es ginge natürlich auch darum, die Klassifizierung von Menschen aufzuheben, merkt Eva Gottschaldt an: „Auch nicht-prämierte Ideen kann man umsetzen.“

Die Kuratoriumsmitglieder hoffen nun auf viele Einreichungen. Ab sofort kann sich jeder mit einer Idee bei der Behindertenhilfe der Stadt für den Preis bewerben. Einsendeschluss ist der 8. April.

von Pascal Ertl

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