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„Geheimnisvolle Zeichen“ im Wald

Markierungen am Ortenberg „Geheimnisvolle Zeichen“ im Wald

Ein Leser hat die OP über „geheimnisvolle Zeichen“ im Wald am Ortenberg informiert. Wir haben nachgefragt, was es mit diesen auf sich hat.

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Wer über den oberen Blitzweg auf die Lahnbergen geht, sieht zurzeit diese Zeichen. Ein Leser fragte uns, ob die Markierungen vielleicht ein Vorbote einer Schneise für die Datenautobahn nach Bauerbach sei.

Quelle: Michael Arndt

Marburg. Claus Schreiner ist Vorstandssprecher der Initiativgruppe Marburger Stadtbild und Stadtentwicklung (IG MARSS). In dieser Eigenschaft geht er auch als Spaziergänger mit besonders wachen Blicken durch unsere schöne Stadt und deren Umgebung.

Beim steilen Aufstieg über den oberen Blitzweg durch den Wald zu den Lahnbergen sind ihm am Wegesrand „geheimnisvolle Zeichen“ aufgefallen. „Die Zeichen (Pflöcke, Markierungen am Boden und an Bäumen) ziehen sich den ganzen Berg hoch“, sagt Schreiner. „Es hat den Anschein, als solle dort eine breite Schneise hoch in den Wald geschlagen werden.“ Gerüchteweise höre man von Breitbandkabelverlegungen über den Berg hin nach Bauerbach. „Manche Anwohner fürchten auch, dass dort schon die Vorarbeiten für Dr. Franz Kahles Seilbahn geschaffen werden“, berichtet Schreiner und äußert die Befürchtung, einer solchen Schneise würden möglicherweise viele Bäume zum Opfer fallen.

Trasse über den "Blitzweg" ist Favorit

Da die Stadtwerke Marburg für Breitbandkabelverlegungen zuständig sind, hat die OP dort nachgefragt, was es mit den von Schreiner und anderen Anwohnern am Ortenberg beobachteten „geheimnisvollen Zeichen“ auf sich hat.

Diese Markierungen „betreffen die Planung der Bauausführung einer 20kV-Stromkabelverlegung vom Schalthaus der Stadtwerke Marburg am Rudolphsplatz zur Elektrozentrale des Uniklinikums in der Conradistraße“, sagt Karin Brahms. Die Kommunikationsbeauftragte der Stadtwerke erläutert: „Im Zuge der Planung wurden verschiedene Trassenvarianten untersucht. Als Vorzugsvariante wurde unter Umwelt- und Naturschutzgesichtspunkten sowie unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit die Führung der Trasse über den Blitzweg und die Zufahrtsstraße zum Kaiser-Wilhelm-Turm ermittelt.“

Bäume sollen nicht gefällt werden

Anschließend habe ein Fachbüro die gewählte Trasse unter naturschutzrechtlichen Gesichtspunkten untersucht - mit dem Ergebnis, dass negative Auswirkungen auf die Umwelt „weitgehend minimiert werden können.“

Die Markierungen und Pflöcke dienen laut Brahms der detaillierten Bohrplanung. Und auch der Befürchtung Schreiners, es könnten möglicherweise Bäume gefällt werden, nimmt Brahms den Wind aus den Segeln: „Eine Fällung von Bäumen ist nicht vorgesehen, darüber hinaus sollen Eingriffe und Belastungen auf ein nötiges Minimum beschränkt werden.“

von Michael Arndt

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