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Gegen das Fracking

Flashmob Gegen das Fracking

Schüler der Käthe-Kollwitz-Schule haben die Passanten am Montagmittag auf die Problematik des Frackings aufmerksam gemacht und sich für ein fracking-freies Hessen eingesetzt.

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Mit einer spektakulären Aktion setzten sich angehende Erzieher für ein fracking-freies Hessen ein. 

Quelle: Marina Grosse Wiesmann

Marburg. Bereits seit 2012 untersucht das Tochterunternehmen der kanadischen Firma BNK Petrolium Gebiete in Hessen auf die umstrittene Methode des Frackings, bei der mittels Einführen giftiger, chemischer Substanzen in ein tiefes Bohrloch Erdgas aus tieferen Bodenschichten gewonnen werden soll. In der Berufsschulklasse für angehende Erzieher der Käthe-Kollwitz-Schule Marburg war Fracking zunächst lediglich Thema im Politikunterricht. „Während des Unterrichts haben sich die Schüler vermehrt Gedanken zu den Problemen und Folgen des Frackings gemacht. Wir sind dann gemeinsam zu dem Schluss gekommen, das Thema nicht nur im Unterricht zu behandeln, sondern selbst aktiv zu werden“, erklärte der Lehrer Henning Smolka. So organisierten die Schüler gemeinsam mit ihrem Lehrer kurzerhand eine Art Flashmob, bei dem sie sich mit einem Schaubild klar gegen die Fracking-Methode stellten.

„Die Kartons und die Behälter mit Chemikalienkennzeichnung, deren Inhalt mit Schläuchen in die Kartons eingeführt wird, sollen dabei stellvertretend für das Schiefergebirge stehen, welches dem Fracking zum Opfer fallen könnte“, so die Schüler. Durch die musikalische Untermalung mit Trommeln sowie einem umgedichteten Song, den die Beteiligten zum Abschluss anstimmten, wurden auf dem Elisabeth-Blochmann-Platz mehrere Passanten auf die Aktion mit ernsten Hintergedanken aufmerksam. Auch die selbst erstellten Flyer waren für die Schüler wichtig: „Oftmals gerät so eine Aktion zu schnell in Vergessenheit und verschwindet im Nichts. Durch das Verteilen der Flyer mit den Grundinformationen zum Thema Fracking bleibt die Problematik auch im Nachhinein im Gedächtnis der Bürger“, erläuterte Smolka.

von Marina Grosse Wiesmann

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