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Gefragt: Kraft, Geschwindigkeit, Taktik

Kletter-Wettbewerb Gefragt: Kraft, Geschwindigkeit, Taktik

75 Kinder aus ganz Deutschland im Alter von 8 bis 13 Jahren traten beim Hessischen Kids Cup der „Jugend des Deutschen Alpenvereins “ in der Volksbank-Kletterhalle gegeneinander an.

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Der neunjährige René Keim aus Marburg nahm alle Kraft zusammen, um möglichst schnell nach ganz oben zu gelangen.

Quelle: Sarah Stolle

Marburg. Während es beim Speedklettern auf Kraft und Geschwindigkeit ankam, war beim Bouldern und Routenklettern - einem sogenannten Toperope - neben dem Kraftaufwand vor allem Taktik gefragt. „Beim Routenklettern haben die Kinder einen Versuch in drei Routen, beim Speedklettern zwei und beim Bouldern gibt es drei Versuche.

Das jeweils beste Ergebnis fließt schließlich in die Gesamtwertung mit ein“ erläutert Nils Hahmann, Jugendreferent des Deutschen Alpenvereins (DAV) in Marburg.

„Wer sich in allen drei Disziplinen durchsetzt hat die Möglichkeit, im November am Finale des Westdeutschen Kids Cup in Aachen teilzunehmen“, berichtet Daniel Hauschild, Referent der Sektion Marburg des DAV.

Mit von der Partie war auch René Keim aus Marburg. Der Neunjährige klettert seit eineinhalb Jahren in der Kinder-Klettergruppe vor Ort und war mit seiner Mutter in die Volksbank-Kletterhalle gekommen, um am Wettbewerb teilzunehmen. „Im Alter von drei Jahren habe ich mit dem Klettern in Wetzlar angefangen“, sagt er. „Besonders viel Spaß macht mir das Bouldern. Da hängt man nämlich nicht am Seil und ich konnte schon vorher viel dafür üben.“

An den verwinkelten Wänden in einer Absprunghöhe von viereinhalb Metern klettert auch die elfjährige Karla Schmitz-Kolkmann am liebsten. Sie war mit ihrer Mutter extra aus Köln angereist, um beim Kids Cup ihr Bestes zu geben. „Speedklettern ist sehr anstrengend, da es neben dem Kraftaufwand auch auf die Geschwindigkeit ankommt. Bouldern ist mir viel lieber“, sagt sie. „Beim Kids Cup geht es vor allem darum, die Bewegung und das Gemeinschaftsgefühl zu fördern“, sagt Hauschild. „Aber auch Spiel und Spaß dürfen natürlich nicht zu kurz kommen.“

„Für uns als Kletterhalle ist der heutige Kids Cup sozusagen auch eine Probe aufs Exempel“, sagt Armin Schwiderski, Betriebsleiter der 2013 eröffneten Marburger Kletterhalle. „Bisher hatten wir nur kleinere Veranstaltungen, wollen aber im kommenden Jahr auch die Hessische Lead-Meisterschaft für Jugendliche ausrichten.“

Der „Hessische Kids Cup“ findet jedes Jahr in mehreren hessischen Städten statt. An drei von vier Cups können sich die Kinder der Altersklassen C, D und E für das Finale des „Westdeutschen Kids Cup“ qualifizieren. Dieser findet am Samstag, 28. November, in Aachen statt.

von Sarah Stolle

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