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Gedenkfeier zur Friedhofsgeschichte

150 Jahre Hauptfriedhof Gedenkfeier zur Friedhofsgeschichte

Vor 150 Jahren wurde der Marburger Hauptfriedhof eingeweiht. An dieses Datum wird am 6. November erinnert.

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Der Marburger Hauptfriedhof lädt auch zum Spazierengehen ein.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Im Jahr 1840 ging das vorher in Privathand befindliche Grundstück am damaligen Ockershäuser Weg in den Besitz der Stadt Marburg über. Damals war es das städtische Ziel, einen Friedhof „weit außerhalb der Stadt“ anzulegen. Das geht aus der Broschüre „Marburger Stadtgeschichte zum Stichwort Friedhof Nummer 4“ hervor, die von Dr. Barbara Rumpf erarbeitet wurde. 1865 wurde der Friedhof dann von der Stadt als Totenhof angelegt.

Dass es zur Anlage des neuen Friedhofs kam lag vor allem daran, dass es auf den bereits vorhandenen Friedhöfen am Michelchen, am Barfüßertor und in Weidenhausen nicht mehr genügend Platz gab.

Mittlerweile ist der Marburger Hauptfriedhof an der Ockershäuser Allee der größte Friedhof der Stadt. An die jetzt 150-jährige Geschichte soll im Trauermonat November mit einer Veranstaltung auf dem Friedhof erinnert werden: Am 6. November werden Dr. Barbara Rumpf und Dr. Jutta Schuchard Vorträge halten.

Beide Referentinnen haben sich in den vergangenen Jahren ausführlich mit der Marburger Friedhofsgeschichte beschäftigt. Umrahmt wird der Festakt der Stadt Marburg mit Orgelmusik.

Zahlreiche Gelehrte fanden in Marburg die letzte Ruhe

Einen ersten Vorgeschmack auf die Veranstaltung im November gibt es bereits an diesem Samstag, 26. September, ab 15 Uhr (Treffpunkt: Eingang an der Ockershäuser Allee) bei einem Rundgang auf Einladung des Marburger Geschichtsvereins, bei dem Schuchard die Entstehungsgeschichte des Friedhofs Revue passieren lassen wird.

Unterteilt ist der Hauptfriedhof in unterschiedliche Abschnitte. Während im unteren Teil die einzelnen Grabfelder mithilfe von Hecken voneinander getrennt werden, erhält der Friedhof auf dem Weg hoch zum Rotenberg eher den Charakter eines Waldfriedhofs.

Dabei sind die Grabfelder vorwiegend durch gewundene ­Wege miteinander verbunden. Ganz oben ähnelt der Hauptfriedhof eher einem Park.

Auf dem Friedhof befinden sich auch die Gräber zahlreicher Gelehrter der Marburger Universität wie beispielsweise der Sprachwissenschaftlerin Luise Berthold (1891-1963), des Theologen Rudolf Bultmann (1884-1976) oder des Mediziners Wilhelm Roser.

Zudem sind dort auch mehrere ehemalige Marburger Oberbürgermeister wie August Rudolph (1816-1893), Georg Gassmann (1913-1987) oder Dr. Hanno Drechsler (1931-2003) sowie Künstler wie der Maler Carl Bantzer begraben.

von Manfred Hitzeroth

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