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Antikriegstag am 1. September

Gedenken in Marburg und in Gießen

Anlässlich des Antikriegstages am 1. September lädt der DGB Kreis Marburg-Biedenkopf zu einer Veranstaltung am Deserteur-Denkmal in Marburg, Frankfurter Straße 6, um 18 Uhr ein.
In der Kapelle im Vitos-Park in Gießen findet am 1. September eine Gedenkveranstaltung für die 1940 bis 1941 ermorderten 388 Patienten statt. Archivfoto

In der Kapelle im Vitos-Park in Gießen findet am 1. September eine Gedenkveranstaltung für die 1940 bis 1941 ermorderten 388 Patienten statt

© Archivfoto

Marburg. Der Schauspieler und Rezitator Erich Schaffner aus Mörfelden wird dort Texte gegen Krieg und Faschismus vortragen. Die Texte werden durch Musik von den beiden Marburger Musikern Dunja und Tom untermalt.

Derr Antikriegstag erinnert an den Beginn des Zweiten Weltkrieges mit dem Angriff der faschistischen Wehrmacht auf Polen am 1. September 1939 und den Beginn des zweiten Weltkriegs mit seinen 60 Millionen Toten.

„Er erinnert auch an Millionen Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle und Andersdenkende, die wegen einer menschenverachtenden und faschistischen Ideologie verfolgt und ermordet wurden“, sagt Dr. Ulf Immelt vom DGB.

Die Initiative in der Bundesrepublik für diesen Gedenktag ging vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) aus, der erstmals am 1. September 1957 unter dem Motto „Nie wieder Krieg“ erstmals zu Aktionen aufrief.

Die Vitos-Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik in Gießen gedenkt aus Anlass des Antikriegstages am 1. September ab 19 Uhr in der Kapelle der Vitos-Klinik Gießen, Licher Straße 106, den in Brandenburg und Hadamar vom Oktober 1940 bis Mai 1941 ermordeten Patientinnen und Patienten.


Aus der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt und der Provinzial-Siechenanstalt, wurden 388 Schutzbefohlene im Rahmen des „Euthanasieprogramms“ umgebracht, erinnerte Vitos-Geschäftsführer Marc Engelhard.


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