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Geburtstagsfeier an der Seitenlinie

Fußball-Ikone Geburtstagsfeier an der Seitenlinie

Wo anders als auf dem Sportplatz sollte ein Mann wie Ludwig Reinhardt seinen Geburtstag feiern? Der Mann ist seit mehr als 70 Jahren mit dem Fußball verbunden.

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Ludwig Reinhardt (Mitte) feierte seinen 85. Geburtstag. Es gratulierten unter anderem (von links) Henner Auffarth, Heinrich Löwer, Egon Vaupel und Heinrich Meier III. Foto: Till Conrad

Marburg.. Seine 85 Jahre, die Ludwig Reinhardt seit gestern zählt, sieht man ihm tatsächlich nicht an. Der Ehren-Fußballwart des Fußballkreises Marburg feierte seinen Geburtstag gestern in beneidenswerter körperlicher und geistiger Frische - und standesgemäß, wie es sich gehört, auf dem Fußballplatz. Als Schirmherr des 15. Meier-III-Cups lässt es sich der Cappeler nicht nehmen, die Turnierspiele, wann immer es geht, persönlich zu verfolgen. Die Feier mit der Familie verlegte er eigens wegen der Endrunde des Meier-III-Cups um einen Tag nach vorne.

So um die 80 Glückwunschanrufe habe er gestern Vormittag erhalten, erzählte Ludwig Reinhardt, als er endlich auf seinem geliebten Sportplatz eingetroffen war. Ein ­Vielfaches von Händen musste das ­Geburtstagskind aber dort schütteln, unter anderem die der Mitglieder der Jägervereinigung Lahn-Ohm und seiner zahlreichen Fußballfreunde.

Als „Fußball-Ikone“ hat der DFB-Ehrenamtsbeauftragte Henner Auffarth seinen Freund Ludwig Reinhardt einmal bezeichnet. Auffrath war es, der dem Magistrat der Stadt vorgeschlagen hatte, Reinhardt für sein jahrzehntelanges Engagement auszuzeichnen.

von Till Conrad

Oberbürgermeister Egon Vaupel überreichte dem Cappeler gestern Nachmittag das historische Stadtsiegel der Stadt Marburg, eine Original-Nachbildung des Stadtsiegels aus dem Jahr 1531 - „nicht weil Du Geburtstag hast, sondern in Würdigung Deiner Lebensleistung“, wie es Vaupel ausdrückte.

Vereine, Verbände, Landessportbund und der Deutsche Fußballbund statteten Ludwig Reinhardt mit sämtlichen Ehrungen aus. 1999 wurde ihm mit der Sportplakette des Landes Hessen die höchste Auszeichnung des Landes für ehrenamtliche Mitarbeiter verliehen. Reinhardt ist außerdem mit dem Landesehrenbrief und dem Ehrenbrief der Universitätsstadt Marburg ausgezeichnet worden - und schon vor 30 Jahren mit Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Dabei ist es längst nicht nur der Fußball, der Ludwig Reinhardt viel zu verdanken hat. Vaupel hob in seiner kurzen Ansprache das Wirken des begeisterten Jägers für die Jägervereinigung hervor - vor allem aber aufgrund seinen Einsatz für die Freundschaft zwischen dem SV Mardorf und Wulkaprodersdorf im Burgenland. „Durch solcherlei Sportfreundschaften entsteht Frieden“, sagte Vaupel.

Viele der Zuschauer in Beltershausen erinnerten sich gestern lebhaft an den 80. Geburtstag von Reinhardt - auch damals war es der Endspielsonntag des Meier-III-Cups.

Und in fünf Jahren, wenn Reinhardt 90 wird, wird wohl wieder Meier-III-Cup sein. Und viele können sich vorstellen, dass Ludwig Reinhardt auch diesen Geburtstag auf dem Sportplatz verbringen wird.

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