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Gästeführer geben persönliche Marburg-Tipps

Neuer Stadtführer Gästeführer geben persönliche Marburg-Tipps

„Höchstpersönlich“: Das ist der Titel des jetzt im Jonas-Verlag erschienenen Buches, das am Montag präsentiert wurde.

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Zusammen mit den Autoren freuten sich Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (hintere Reihe rechts) und Tourismus-Manager Klaus Hövel (daneben) über die Präsentation des Buches.

Quelle: Manfred Hitzeroth

Marburg. 20 Gästeführer der Stadt Marburg stellen in dem soeben erschienenen Buch ihre 50 ganz persönlichen Empfehlungen für einen Marburg-­Besuch vor. Sie erzählen darin­ Geschichten über ihre Lieblingsorte und über Marburger Besonderheiten.

Die Idee zu dem Stadtführer hatte die Marburger Gästeführerin Kerstin Weigel. „Das Buch hat eine unglaubliche Vielfalt, weil jeder seinen Beitrag sehr persönlich geschrieben hat“, sagte sie gestern bei der Präsentation des Buchs. Es sei genau so geworden, wie sie es sich vorgestellt habe.

Nach fünf Rubriken ist der Stadtführer aufgebaut, der zudem mehr als 100 farbige Abbildungen enthält.

Die erste Rubrik umfasst Lieblingsorte der Gästeführer, die in Wort und Bild vorgestellt ­werden. Die Palette dieser Orte­ reicht vom Hexenturm über den Garten des Gedenkens an der Stelle der früheren Synagoge und Sankt Jost, einen „verborgenen Schatz am Ende von Weidenhausen“, bis hin zum Kaiser-Wilhelm-Turm, von dem aus man einen tollen Überblick über Marburg gewinnt. Natürlich ebenfalls nicht fehlen darf ein Hinweis auf das Marburger Rathaus am Marktplatz.

Fünf Restaurant-Empfehlungen

Schließlich ziert auch die in ­dezentem Blaugrün gestrichene Rathaus-Tür das Buchcover. Buch-Initiatorin Kerstin Weigel machte deutlich, dass sie nicht eines der üblichen Marburg-Motive auf dem Einband habe­ sehen wollen. Ihr Projektziel sei schließlich die Erarbeitung ­eines „andersartigen Stadtführers“ gewesen.

Und dazu zählt nun auch die zweite Kategorie im Buch: Unter der Rubrik „Wo wir gerne essen, trinken und ausruhen“ werden fünf Restaurant-Empfehlungen­ gegeben, ergänzt durch einige­ weitere Adressen von Gaststätten und Hotels. Nicht fehlen dürfen Empfehlungen für ganz besondere Gästeführungen. Die am meisten gebuchte Führung ist übrigens laut Klaus Hövel, dem Geschäftsführer der Marburg Stadt und Land Touristik GmbH (MSLT), die „Nachtwächter“-Führung, bei der es nachts durch die Gassen der Oberstadt geht. Mehr als 50 Gästeführer bieten auf MSLT-Vermittlung in Marburg unterschiedlichste­ Führungen an. Hövel freute­ sich ebenso wie der Marburger Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD) über das Buch mit den ganz persönlichen ­Marburg-Empfehlungen der Gästeführer.

Die vierte Kategorie in dem Buch umfasst Marburger ­Besonderheiten. Dort wird beispielsweise das Marburger­ ­Religionsgespräch von 1529 nachgezeichnet, bei dem die ­Reformatoren Luther und Zwingli auf Einladung von ­Landgraf Philipp dem Großmütigen in Marburg weilten. Aber auch der Psychiatrie-Park auf dem Vitos-Gelände, das Chemikum, der Grimm-Dich-Pfad oder die bundesweit einmalige Blindenstudienanstalt werden gebührend gewürdigt.

Zu guter Letzt werden noch ­einige Persönlichkeiten aus der Marburger Historie vorgestellt. Der Reigen reicht von Elisabeth von Thüringen über den russischen Hochschulgründer und ehemaligen Marburger Studenten Michail Lomonossow bis hin zu den Nobelpreisträgern Boris Pasternak und Emil von Behring.

  • Kerstin Weigel (Herausgeberin): Marburg höchstpersönlich. Ein Stadtführer. Jonas Verlag. 156 Seiten. 12 Euro.

von Manfred Hitzeroth

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