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GWH stellt Pläne vor

Sozialwohnungen GWH stellt Pläne vor

Im Bauausschuss stellte der Magistrat gestern gemeinsam mit der GWH die Pläne für die 112 neuen Sozialwohnungen vor, die am Richtsberg und im Waldtal entstehen sollen.

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Die Bebauungspläne der GWH und des Magistrats auf dem Garagengelände Am Richtsberg / Rostocker Weg. Dort sollen 30 Wohnungen entstehen.

Quelle: GWH/Magistrat

Marburg. Die Wohnungsbaugesellschaft trat dabei den Befürchtungen einiger Anwohner entgegen, die eine Ghettoisierung der entsprechenden Quartiere befürchteten. Stefan Bürger von der GWH verteidigte die Pläne dabei leidenschaftlich und sagte seine Einschätzung sei „komplett anders“. Es sei eine Architektur, die äußerlich nicht von Eigentumswohnungen zu unterscheiden sei, sodass optisch, trotz des angepeilten niedrigen Mietpreises von 6,50 Euro pro Quadratmeter, keine negativen Auswirkungen für die Standorte entstünden. Vielmehr sei es geplant, die Neubauten sinnvoll in das Siedlungskonzept einzubinden.

Am Rain soll so beispielsweise die „bauliche Katastrophe“ der großen Hochgarage in das neue Wohnhaus integriert werden. Stellplätze, die dadurch teilweise verloren gehen, sollen oberirdisch wieder angelegt werden. Ähnlich verhält es sich mit dem Bau an der Ecke Am Richtsberg / Rostocker Weg, wo ebenfalls ein Garagengelände bebaut wird. Am Damaschkeweg sollen die Wohnungen hingegen an bestehende Gebäude „angedockt“ werden. Der Bau am Karlsbader Weg ist laut Bürger ein „Statement der Wertschätzung und des Glaubens an den oberen Richtsberg“. Die Richtsberger Ortsvorsteherin Erika Lotz-Halolovic zeigte sich jedenfalls „positiv überrascht“ von den Plänen. Eine Beteiligung der Anwohner, unter anderem durch eine Präsentation im Ortsbeirat, ist geplant.

Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) zeigte sich über die Förderung des Landes mit 24 Millionen Euro hocherfreut und erneuerte die Zielsetzung in den nächsten Jahren insgesamt 300 Sozialwohnungen in Kooperation mit der GWH zu errichten. Der erste Schritt sei nun schnell notwendig gewesen und habe daher Grundstücke vorausgesetzt, die „bereits Baureife haben“.

Im zweiten und dritten Bau-Schritt solle es dann bereits im Vorfeld breitere Diskussionen geben, wo geeignete Standorte, auch in der Innenstadt seien. Genannt wurde zum Beispiel das Gelände der Vitos-Kliniken.

von Peter Gassner

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