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Fusion von THS und FES: Sophie erobert Schüler-Herzen

Schulfest Fusion von THS und FES: Sophie erobert Schüler-Herzen

Die Fusion der Theodor-Heuss- und Friedrich-Ebert-Schule ist besiegelt: Hunderte Jungen, Mädchen sowie ihre Eltern und Lehrer haben die Einweihungs-Party am Standort in der Willy-Mock-Straße gefeiert.

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Hunderte Schüler und Lehre jubeln über das Logo der Sophie-von-Brabant-Schule, das die Schulleiter Thomas Hesse (links) und Klaus Schäfer zeigen. Für 60 000 Euro baute die Stadt – als Geschenk zur Schul-Fusion – das Spiel-Schiff „Sophie“. Fotos: Björn Wisker

Marburg. Singen, Sonne, Super-Stimmung: Als Thomas Hesse und Klaus Schäfer, die Schulleiter der neuen Sophie-von-Brabant-Schule das von Schülern entworfene Logo zeigen, brandet Applaus auf. „Heute ist ein geschichtsträchtiger Tag für Marburgs Schullandschaft“, sagt Hesse. Ab August gibt es zwei Standorte: Die Älteren lernen in der Ufer-, die Jüngeren in der Willy-Mock-Straße.

„Zwei gute, mit Auszeichnungen prämierte Schulen sollen zusammenwachsen. Das gelingt aber nur, wenn man zusammenwachsen will“, sagt Bernhard Drude, Leiter des Staatlichen Schulamts. Es gehe darum, die Stärken der beiden ehemals eigenständigen Haupt- und Realschulen zu bündeln, Berufsorientierung solle der Fixpunkt der künftigen Schulagenda werden.

Die Behörden begründen die Fusion mit perspektivisch sinkenden Schülerzahlen, gerade in der Mittelstufe. „Als 1964 die THS aus der Volks-schule Ockershausen heraus entstanden ist, war dies das geburtenstärkste Jahr der deutschen Geschichte. Heute zwingt uns die demografische Entwicklung zur Zusammenlegung von Schulstandorten“, sagt Drude. Die Marburger seien „eng verbunden mit den Traditionsschulen.“ Absolventen, Eltern, auch die aktuellen Schüler verbinden Erinnerungen mit den Standorten.

Stadträtin Dr. Kerstin Weinbach (SPD) verweist auf die Verwurzelung der THS in Ockershausen. „Sie war und ist stets mit dem Stadtteil, den Vereinen verbunden gewesen.“ Es sei den Entscheidungsträgern klar, dass die Fusion „ein schwieriger Prozess, der nicht überall auf Zustimmung gestoßen ist“, gewesen sei. Doch die Einbindung der Schulgemeinden, bei Namensgebung und Gestaltung des Schul-Logos, habe den Abschied von „großen Persönlichkeiten wie Heuss und Ebert“ erleichtert. Sophie von Brabant sei eine gute Wahl.

Das Ende der eigenständigen THS fällt indes mit ihrem 50. Geburtstag zusammen. 60 000 Euro investierte die Stadt daher in die Erweiterung des Schulhofs: Die Grundschüler können ab heute auf einem Spiel-Schiff toben. Auch der Schulhof am Standort Uferstraße, wo ab August die älteren Schüler unterrichtet werden, soll aufgepeppt werden - etwa durch einen Ballsportplatz.

Die vor der Party geplante Demo von der Uferstraße über die Oberstadt zur Ex-THS musste indes wegen des Unwetters am Morgen abgesagt werden.

von Björn Wisker

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