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Für Sicherheit im Umgang mit Medien

Fortbildung Für Sicherheit im Umgang mit Medien

Soziale Netzwerke, das Internet im Allgemeinen und der Fernseher sind für junge Menschen Alltagsprodukte. Medienkompetenz im Schulunterricht hat dadurch einen hohen Stellenwert bekommen.

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Welcher Medienkonsum ist für Kinder und Jugendliche sinnvoll, welcher schädlich? Darüber herrscht bei vielen Eltern und Pädagogen Unsicherheit.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Nach wie vor besteht bei Pädagogen und Eltern eine hohe Unsicherheit im Umgang mit dem Medienkonsum der Kinder und Jugendlichen. Aufgrund der uneingeschränkten Aktualität des Themas bot die Kreisverwaltung mit seiner Abteilung „Jugendförderung“ eine Fachveranstaltung für haupt- und nebenberufliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Kinder- und Jugendarbeit sowie Lehrerinnen und Lehrer an.

Eine „Herausforderungfür die Jugendbildung“

Peter Holnick, Geschäftsführer des Instituts für Medienpädagogik und Kommunikation (Darmstadt) beleuchtete dabei die Thematik „Wie Jugend heute aufwächst - zwischen digitalen Visionen und analogen Ängsten“. „Um Jugend und die Arbeit mit jungen Menschen zu verstehen, ist es von Vorteil, sich in der digitalen Medienwelt auszukennen. Die rasante Entwicklung der sozialen Netzwerke stellt dabei für den Alltag von Jugendarbeit und außerschulischer Jugendbildung eine Herausforderung dar“, hieß es seitens der Kreisverwaltung. Etwa 15 Lehrer aus Grund- und weiterführenden Schulen, Mitwirkende bei Netzwerken und in der Jugendarbeit waren aus dem gesamten Landkreis nach Marburg gekommen. Viele haben eigene Kinder. Sie waren gekommen, um selbst fitter im Umgang mit Medien zu werden, die Geheimsprache der Jugend zu verstehen und deren Konsumverhalten und Gefühle besser nachvollziehen zu können.

Und so gab Peter Holnick Einblicke in die Mechanismen der Unterhaltungsindustrie, man diskutierte über Erziehung und veränderte Werte und Weltbilder, über Cybermobbing und Datenschutz.

Grenzen von Realität und Inszenierung verschwimmen

Die Anwesenden beteiligten sich rege an der Diskussion, schilderten Grenzerfahrungen und Beispiele. „Wenn Kinder heute aufwachsen, haben sie kaum eine Chance, der Unterhaltungsindustrie zu entkommen“, so einer der Ansätze des Experten. Dem gegenüber stehe die Schutzkultur, die Kinder davon abhalte, Abenteuer zu erleben und sie dazu bringe, diese im Internet zu erleben. Dazu komme die verschwommene Grenze zwischen Realität und Inszenierung. „Jedes Kind wächst heute mit dem Bewusstsein auf: jeder von euch kann berühmt werden. Unsere Aufgabe ist es, Kindern beizubringen, Informationen bewerten zu können“, so Holnick.

In einem zweiten Teil der Veranstaltung erarbeiteten die Teilnehmer Strategien, in ihrem Bereich die Medienkompetenz unter Kindern und Jugendlichen zu fördern. Wichtigster Ansatz dabei war, Kindern beizubringen, Informationen zu bewerten und zu reflektieren, sowie reale soziale Kompetenzen auszuprägen.

von Kristina Gerstenmaier

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