Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 1 ° Sprühregen

Navigation:
Für Marketing-Oldtimer gibt es keinen Ersatz

Tourismuswerbung Für Marketing-Oldtimer gibt es keinen Ersatz

Auch anderthalb Jahre nachdem das MTM-Werbemobil ausgebrannt ist, hat die Marburg Tourismus und Marketing ­Gesellschaft noch kein ­Ersatzfahrzeug.

Voriger Artikel
Ein großer Garten für die Gemeinschaft
Nächster Artikel
Bösartige Rachentumore werden häufiger

Die Feuerwehr musste im August 2011 Lösch-Schaum einsetzen, um den Brand des MTM-Werbemobils am Rand der Autobahn Richtung Grünberg zu löschen. Das Fahrzeug brannte völlig aus.Archivfotos

Marburg. Im August 2011 kam es zu einem folgenschweren Fahrzeugschaden auf der Autobahn bei Grünberg, bei dem aber glücklicherweise niemand verletzt wurde: Der von einer Mitarbeiterin der Marburg Tourismus und Marketing-Gesellschaft (MTM) auf der Fahrt zu einem Autobahnfest gesteuerte Oldtimer fing vermutlich wegen eines Motordefekts plötzlich Feuer und brannte völlig aus.

Der zum Zeitpunkt des Brands 20 Jahre alte Ford - ein Nachbau eines historischen Milchwagens aus den 20-er Jahren - war im Jahr 1998 von Siegfried Dellnitz, dem Vorvorgänger des aktuellen MTM-Geschäftsführers Klaus Hövel angeschafft worden und diente dann als unkonventioneller Werbeträger für die Tourismusgesellschaft der Stadt Marburg.

So konnte man jahrelang den für die MTM-Zwecke umgebauten Wagen beispielsweise in der Marburger Fußgängerzone aufbauen oder bei anderen Events in der Region damit werben.

Anschaffungskostenwären heute teurer

Schon seit einigen Monaten überlegt Hövel, ob die Tourismus-Gesellschaft ein Nachfolge-Gefährt anschaffen sollte. Doch diese Idee scheiterte bisher am Preis. Das Werbemobil kostete 1998 umgerechnet rund 33000 Euro, inklusive aller Umbauarbeiten. Heute seien die Anschaffungs- und Umbaukosten deutlich höher anzusetzen, erläutert der MTM-Geschäftsführer. Und dafür fehlt das Geld.

„Da mit dem Brand sämtliche Präsentationsmaterialien ebenfalls verbrannten, muss die Versicherungssumme von circa 21500 Euro zunächst einmal für deren Wiederbeschaffung und Neuanschaffungen herhalten“, meint Hövel.

Die mobile Präsentation der Universitässtadt Marburg als attraktives tagestouristisches Städtereiseziel ist allerdings trotzdem aus Hövels Sicht ein wichtiges Ziel für die Zukunft. Das Grundkonzept eines Werbemobils hält er prinzipiell für gut geeignet.

„Es muss ein Wagen sein, mit dem wir etwas transportieren können und der gleichzeitig auch etwas hermacht“, erklärt Hövel im Gespräch mit der OP. „Wir haben uns auch schon verschiedene Alternativ-Fahrzeuge angeschaut“, berichtet der MTM-Geschäftsführer. Möglich wäre beispielsweise, einen Anhänger zu kaufen, den man an ein normales Auto andocken könne.

„Ebay“-Gebot ohne Erfolg

Sogar an einer Versteigerung bei „Ebay“ habe er sich für die MTM beteiligt, berichtete Hövel im Gespräch mit der OP. Doch auch diese Aktion habe noch nicht zum Erfolg geführt.

Für ganz so eilig hält er aber die Angelegenheit derzeit noch nicht. „Wir können auch auf eine günstige Gelegenheit warten“, erklärt Hövel. Wichtig sei es aber auf jeden Fall, für die mobile Präsentation bei touristischen Ereignissen in der Region eine Mindestausstattung parat zu halten.

von Manfred Hitzeroth

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr