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Für Justizministerin ist Opferschutz wichtig

Ministerin in Marburg Für Justizministerin ist Opferschutz wichtig

Opferschutz und Käsekuchen waren die Hauptthemen des Treffens zwischen Bundesjustizministerin Brigitte Zypries und der Juko-Geschäftsführung in Marburg.

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Justizministerin Brigitte Zypries hörte genau zu.

Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. Am Dienstag besuchte Bundesjustizministerin Brigitte Zypries Marburg, um sich bei der Jugendkonflikthilfe (Juko) über deren Arbeit zu informieren. Maria Flohrschütz, Geschäftsführerin der Juko, empfing die Justizministerin im Juko-Bistro „A Capella“, einem von vier Bistros, die die Juko in Marburg als Ausbildungs- und Qualifizierungsangebote für Jugendliche betreibt. Zypries zeigte sich von der geleisteten Arbeit und den Angeboten der Juko beeindruckt – inklusive des Käsekuchens, den die Auszubildenden für die Ministerin gebacken hatten:

„Ich finde es wirklich toll, was sie hier leisten. Und der Kuchen ist auch sehr lecker“, lobte die Justizministerin und schob sich ein großes Stück in den Mund. „Wir bieten jedes Jahr zehn Jugendlichen einen Ausbildungsplatz für die Berufe Fachkraft im Gastgewerbe und Koch an“, erklärte Flohrschütz der Ministerin. Der Käsekuchen sei ein Ergebnis davon. Aber eigentlich ginge es darum, jungen erwerbslosen Frauen und Männern ein zukunftsorientiertes Lern- und Arbeitsfeld zu eröffnen. Besonderes Interesse zeigte die Politikerin an dem so genannten STOP-Training, welches zu 25 Prozent vom hessischen Justizministerium getragen wird.

Das STOP-Training (Soziales Training für Opferschutz und Prävention) existiert seit 2007 und ist ein Gruppentraining für Täter häuslicher Gewalt, bei dem die Täter vor allem Selbstdisziplin lernen sollen. Ein weiterer Punkt, über den die Ministerin der Juko diskutierte, war der Täter-Opfer-Ausgleich. „Das Modell ist hessenweit Spitze. Wir liegen weit vor Frankfurt“, sagte Flohrschütz. Der Täter-Opfer-Ausgleich richtet sich als außergerichtliches Verfahren an Betroffene von Straftaten. Diplom-Pädagoge Marco Ackermann, Koordinator der Jugendstraffälligkeitshilfe, erläuterte, dass derzeit 273 Erwachsene und 78 Jugendliche am Täter-Opfer-Ausgleich teilnehmen.

von Tobias Hirsch

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