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Frühlingsgefühle mit Kräuterquark

Interkulturelle Gärten Frühlingsgefühle mit Kräuterquark

Mit frischen Kräutern, Musik und ganz viel Sonnenschein haben etwa 20 Familien ein buntes Frühlingsfest in den Interkulturellen Gärten gefeiert.

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Kerstin Cramer (von links), die siebenjährige Maja und Nicole Kapaun haben sich ein schattiges Plätzchen im interkulturellen Garten gesucht. Hier schneiden, rühren und kneten sie, um Kräuterquark und Fladen zu machen.

Quelle: Patricia Kutsch

Marburg. Der Geruch von frisch geschnittenen Kräutern liegt in der Luft, vermischt mit dem Duft von Fladen, die auf Holzkohle gebacken werden. Unter einem Baum hat es sich eine Gruppe von Frauen unterschiedlicher Nationen gemütlich gemacht.

Gemeinsam schneiden sie Kräuter und Gemüse und machen Teig für Fladenbrote. Bei der ganzen Geschäftigkeit steht nicht das Essen im Vordergrund, sondern Geselligkeit und Kommunikation: Die Frauen unterhalten sich, während sie schneiden, kneten und rollen. Und sie lernen voneinander. Eine Helferin backt oft Fladen, eine andere hat ein Rezept für eine erfrischende Kräuterlimonade – alle bringen ihr Wissen und ihre Rezepte ein.

Auch die siebenjährige Maja sitzt bei den Frauen. Sie lernt von ihnen, wie man Kräuter schneidet und daraus einen leckeren Kräuterquark zubereitet. „Ich helfe auch zu Hause gerne beim Kochen“, erzählt Maja, während sie Kresse und Öl in den Quark gibt. Den Quark füllt sie später mit Nicole Kapaun in die rohen Fladen und macht daraus Quarktaschen. Die Frauen kochen fast ausschließlich mit Kräutern und Gemüse aus dem Beet in den interkulturellen Gärten, erzählt Kapaun. Was dort nicht wächst, haben die Familien aus dem eigenen Garten mitgebracht. So mussten nur wenige Zutaten gekauft werden.

Noch wird die Gruppe durch die Projektleitung betreut, die Verantwortung für die Gärten und das Leben in der Gemeinschaft soll jedoch in die Eigenverantwortung der Gruppe wechseln. Derzeit gehören der Gemeinschaft, die sich regelmäßig in den Gärten trifft, 30 Familien an. Laut Pukall gibt es eine Warteliste mit 33 weiteren Familien, die an diesem Projekt teilnehmen möchten.

„Wenn eine Gruppe zusammenwachsen soll, dann können wir sie allerdings nicht beliebig vergrößern“, erläutert Pukall. Am sinnvollsten sei es daher, einen Platz zu finden, an dem eine zweite Gruppe ein Projekt wie die interkulturellen Gärten beginnen könne.

von Patricia Kutsch

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