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Frühe Hilfen für Eltern und Kinder

„Stark ins Leben am Richtsberg“ Frühe Hilfen für Eltern und Kinder

Seit August besteht das Projekt „Stark ins Leben am Richtsberg“ mit Angeboten für Eltern in der Schwangerschaft und und Kinder in den ersten drei Lebensjahren.

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Psychologin Christa Mengel (von links), BSF-Geschäftsführerin Karin Ackermann-Feulner, BSF-Koordinatorin Marion Bender, Psychologe Frank Harries, Sozialpädagogin Kristina Elias und Stadtteilhebamme Sabine Bittner.

Quelle: Jule Seibel

Marburg. Die Idee gab es schon seit knapp acht Jahren, doch durch eine zusätzliche Förderung blüht sie jetzt erst auf. Die Einrichtungen „Bürgerinitiative für soziale Fragen e. V. Marburg“ (BFS), die „Beratungsstellen Philippshaus“ und die Stadtteilhebamme Sabine Bittner stellten jetzt ihre Kooperationsarbeit vor.

Pädagogen, Sozialarbeiter und Psychologen beraten in verschiedenen Institutionen bei Schwangerschaft und nach der Geburt, Leben mit dem Baby und mit bürokratischen Anträgen. Sie bieten auch Kurse für junge, werdende Mütter, Wohlfühlprogramme für Eltern und Baby sowie Muttererholung und -genesung an.

Hebamme lehrt auch Deutsch

Daneben gibt es noch die Stadtteilhebamme Sabine Bittner. Sie ist sozusagen die „Türöffnerin“ zwischen den Beratungsstellen und Müttern oder Vätern, wie es die Koordinatorin der BSF Marion Bender beschreibt. Das Projekt konnte durch die finanzielle Förderung des Landes Hessen und der Diakonie von insgesamt rund 5500 Euro ausgebaut werden und Vieles ermöglichen. So können sich Berater mehr Zeit für Bedürftige nehmen.

Die Stadtteilhebamme Sabine Bittner ist nicht nur tätig in der Geburtshilfe und in Geburtsvorbereitungskursen, sondern kann nun auch einen Deutsch-Sprachkurs für momentan sechs Mütter geben, die zusammen mit ihren Kindern lernen.

Auch die Beratungen lassen sich viel individueller gestalten. Die Mitarbeiter vermitteln passgenau an die jeweiligen sozialen Einrichtungen wie beispielsweise an die Schwangerschaftskonfliktberatung oder Erziehungsberatungsstelle.
Haben Mütter oder Väter Ängste, zu einer bestimmten sozialen Einrichtung zu gehen, dann können Berater sie persönlich begleiten. Die Förderprogramme konnten auch ein niedrigschwelliges Angebot realisieren.

Alternative zu Angeboten in der Stadt

Das heißt, bürokratische Hindernisse können umgangen werden, Beratungen sind kostenlos und für jeden, auch für Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit. Termine bekommt man in zwei bis drei Wochen, bei dringlichen Problemen sogar schon früher.

Die Beratungsstelle auf dem Richtsberg stellt eine Alternative zu den Angeboten in der Stadt dar, die nicht gerade schnell für jeden zu erreichen ist. Zudem wohnen dort circa 8000 Menschen. „Es ist der größte Stadtteil, und er ist sehr kinderreich“, sagte Karin Ackermann-Feulner, Geschäftsführerin der BSF.

Die Fachkräfte hinter „Stark ins Leben am Richtsberg“ sind ein vertrauter Arbeitskreis und stehen im ständigen Kontakt mit anderen Vereinen, wie „Aurora e. V.“ oder „Menschenskind“. „Beratungen können reibungslos vonstattengehen, und Menschen werden nicht von Institution zu Institution geschickt“, betont Ackermann-Feulner.

von Jule Seibel

 
Beratungsstellen

Bürgerintiative für soziale Fragen , Telefon 06421 /  44122, Geschäftszeiten: 8.30 bis 13.00 Uhr

Beratungsstellen Philippshaus , Telefon 06421 / 27888, Telefonzeiten: Montag bis Donnerstag, 10 bis 12 Uhr und 15 bis 17 Uhr, Freitag, 10 bis 12 Uhr.

Stadtteilhebamme , Telefon 0163 / 2016323

 
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