Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
"Fritz" gehört nun zum Team der DLRG Marburg

Lebensretter "Fritz" gehört nun zum Team der DLRG Marburg

"Fritz" ist das neue Mitglied der Marburger DLRG. Das Rettungsboot wurde am Samstag von Landrätin Kirsten Fründt auf diesen Namen getauft.

Voriger Artikel
Auf holprigen Straßen durch Marburg
Nächster Artikel
Motorradfahrer nach Unfall schwer verletzt

Landrätin Kirsten Fründt tauft das neue Boot der DLRG mit einer Flasche Sekt auf den Namen Fritz.

Quelle: Patricia Kutsch

Marburg. Mit einer Flasche Sekt, die Landrätin Kirsten Fründt (SPD) über Deck ausschüttete und den Worten „Ich taufe dich auf den Namen Fritz“ ist das neue Rettungsboot der Marburger DLRG-Ortsgruppe nun offiziell in Dienst gestellt worden. Bereits im Januar hatten die Wasserretter das neue Boot in Wetzlar geholt und seitdem auch schon getestet.

Nun steht es offiziell für Einsätze auf dem Wasser zur Verfügung. Allerdings konnte Fritz bei seiner Taufe noch nicht zu Wasser gelassen werden: Eine passende Trailerstelle in der Marburger Innenstadt soll dieses Jahr erst gebaut werden, erklärt der technische Leiter Dirk Bamberger. Geübt haben die Wasserretter mit ihrem neuen Boot aber schon in Niederklein auf dem Baggersee.

Bamberger begrüßte bei der Bootstaufe zahlreiche Gäste aus der Lokalpolitik, dem örtlichen Katastrophenschutz und befreundeten DLRG-Gruppen. Er erinnerte an den Hochwassereinsatz auf der Elbe 2013: „Damals hätte uns dieses Boot gut zu Gesicht gestanden. Wir haben an vorderster Front die Deiche verteidigt.“ Bamberger sei nun stolz, für solche Einsätze gewappnet zu sein - auch wenn er hoffe, dass es nie richtig gebraucht werde.

Politiker loben Einsatz der DLRG-Mitglieder

„Da hätten wir ein paar Sandsäcke draufbekommen“, sagte auch DLRG-Bezirksleiter Bernd Buß. Der Bezirk hatte das Boot vom Innenministerium bekommen und sei sich schnell einig gewesen, es nach Marburg zu geben. „Es ist hier in guten Händen, und wir wissen, dass es im Einsatzfall auch wirklich zur Verfügung steht.“

Oberbürgermeister Egon Vaupel sagte, die Marburger Wasserretter hätten in den vergangenen Jahrzehnten viel geleistet. „Dazu gehört auch eine 100-prozentige Ausrüstung für den Einsatz.“ Das betonte auch die Landrätin und Taufpatin: Denn die Ehrenamtlichen des DLRG arbeiten über Kreisgrenzen hinweg für die Sicherheit der Menschen. „Dafür muss auch die Ausrüstung zur Sicherung der Ehrenamtlichen stimmen.“ Insgesamt hat das hessische Innenministerium zehn solcher Rettungsboote ausgegeben.

Die Boote kosten jeweils rund 75000 Euro, haben 80 PS, fahren bis zu 50 Stundenkilometer und können mit bis zu einer Tonne beladen werden. „Das neue Highlight gegenüber unserem alten Boot ist die Bugklappe“, erklärt der technische Leiter Dirk Bamberger. So gewinne das Boot einen Arbeitsraum auf Ebene des Wassers, könne eine Person im Rollstuhl aufnehmen und vor allem die Ladung von Sandsäcken sei erheblich leichter. Das Vorgängerboot „Landgraf Philipp“ wurde nach Edermünde verkauft.

Das neue Boot wurde laut Bamberger benannt nach Friedrich Bamberger, dem langjährigen Vorsitzenden der Ortsgruppe und Bezirksleiter. Wie der technische Leiter erklärt, fiel die Wahl zur Taufpatin schnell auf die Landrätin: Sie ist nicht nur die oberste Dienstherrin der Katastrophenschützer des Landkreises, sondern auch eine Frau - denn eine Taufe durch einen Mann soll angeblich Unglück bringen.

von Patricia Kutsch

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr