Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 0 ° Regen

Navigation:
Friedhelm Nonne soll Kanzler bleiben

Uni-Senat Friedhelm Nonne soll Kanzler bleiben

Uni-Präsidentin Professorin Katharina Krause wird am Montag im Uni-Senat den amtierenden Uni-Kanzler Dr. Friedhelm Nonne für eine weitere Amtszeit vorschlagen.

Voriger Artikel
Schutzschirm kommt, Schäfer geht
Nächster Artikel
"Unfreundlicher Akt"

Der Marburger Uni-Kanzler Dr. Friedhelm Nonne hält in seinem Büro eine Darstellung des Universitäts-Siegels in der Hand: Uni-Präsidentin Professorin Katharina will ihn für eine zweite Amtszeit von acht Jahren vorschlagen. Archivfoto

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Am kommenden Montag wird es im Marburger Uni-Senat zum vorerst letztes Mal in nicht-öffentlicher Sitzung um die Personalie Uni-Kanzler gehen. Uni-Präsidentin Professorin Katharina Krause sagte der OP gestern auf Anfrage, dass sie dem Gremium Dr. Friedhelm Nonne als ihren „Kanzler-Kandidaten“ vorschlagen werde.

Nonne ist amtierender Kanzler der Philipps-Universität und soll dieses Amt nach dem Willen der Präsidentin ab dem 1. Mai 2013 für weitere acht Jahre bekleiden.

Wieso Krause Nonne weiter als Chef der Uni-Verwaltung vorschlagen möchte, das wollte sie der OP allerdings nicht sagen. Sie verwies darauf, dass sie ihre Begründung am Montag den Senatsmitgliedern mitteilen werde.

Nach Informationen der OP folgt Krause auch dem Votum einer Senatskommission, die Nonne für den geeignetsten von drei Bewerbern hielt.

Zwischenzeitlich hatte es Kritik aus dem Senat am Bewerbungsverfahren gegeben, weil in der Ausschreibung bereits hervorgehoben war, dass sich auch der amtierende Kanzler erneut um die Position bewerben werde. Dadurch könnten aussichtsreiche Kandidaten von vornherein abgeschreckt werden, wurde kritisiert.

Unterdessen gab es bereits ein mehrstündiges Treffen aller Senatslisten mit Nonne hinter verschlossenen Türen, bei dem der Kanzler nach OP-Informationen Rede und Antwort zu strittigen Themen wie der Finanzplanung und der Organisationswicklung der Universität sowie der Zukunft des Uni-Klinikums stand. Dem Vernehmen nach herrschte eine offene und angenehme Gesprächsatmosphäre.

Auch eine erneute Befragung Nonnes im nicht-öffentlichen Teil der Senatssitzung am Montag ist nicht ausgeschlossen, wie die Uni-Präsidentin der OP erläuterte. Diese müsse allerdings von den Senatsmitgliedern beantragt werden. Zunächst einmal wird Krause aber den Senatoren ihre Motive für ihre Entscheidung in Sachen Kanzlersuche erläutern. Daran könnte sich eine Aussprache anschließen.

Im Falle der Besetzung des Kanzlerpostens für eine zweite Amtsperiode ist vom Hochschulgesetz her ausdrücklich keine Wahl vorgesehen. Möglich ist nach Angaben der Uni-Präsidentin eine Abstimmung im Senat über die Frage, ob der Vorschlag der Präsidentin vom Senat unterstützt wird oder nicht. Beobachter der Marburger Hochschulpolitik gehen davon aus, dass es bei einer solchen Abstimmung eine hohe Zustimmungsquote geben wird.

Nach der Senatssitzung hat Krause theoretisch noch einmal die Möglichkeit, ihren Vorschlag zu überdenken.

Dann sieht der weitere Verfahrensweg folgendermaßen aus: Die Präsidentin muss ihren Vorschlag der hessischen Wissenschaftsministerin in Wiesbaden übermitteln, die dann prinzipiell auch noch ein Veto einlegen könnte. Falls dieses nicht der Fall ist, dann wäre der Weg frei für eine zweite Amtszeit von Nonne.

von Manfred Hitzeroth

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Marburg

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr