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Friede, Freude, Fassadenpreis

Auszeichnung Friede, Freude, Fassadenpreis

Seit Freitag steht der Gewinner des Fassadenpreises der Maler- und Lackiererinnung fest. Die OP-Leser haben entschieden: Die Auszeichnung geht an Innungsobermeister Arnulf Preis für die energetische Sanierung eines Kindergartens in Homberg.

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Landrat Robert Fischbach gratuliert dem Gewinner des Fassadenpreises 2010, Arnulf Preis. Auch die übrigen Finalisten gönnen Preis den Sieg.

Quelle: Marie Lisa Schulz

Marburg. Friede, Freude, Fassadenpreis: So könnte das neue Sprichwort der Maler- und Lackiererinnung Marburg lauten. Denn bei dem Wettbewerb „Großer Fassadenpreis 2010“ gab es zwar einen offiziellen Gewinner, jedoch keinen offiziellen Verlierer. „Hier sind alle Sieger“, darin ist sich die Jury einig. „Das waren alles Arbeiten auf einem sehr hohen Niveau“ erklärt Waltraud Mechsner-Spanberg, Architektin und Jurymitglied.

Anfang September hatte die Maler- und Lackiererinnung Marburg bereits zum zweiten Mal die 53 Innungsbetriebe dazu aufgerufen, Bilder von Fassaden einzuschicken, die sie in den vergangenen Monaten im Landkreis gestaltet hatten. Um den Vorher-Nachher-Effekt zu erhöhen, sollten auch Fotos von dem Zeitpunkt vor Beginn der Sanierung beigelegt werden.

Von der Firma bis zum Fachwerkhaus war alles dabei. „Wir haben die Auswirkungen des Konjunkturpaketes gemerkt. Es wurden vermehrt die Bilder öffentlicher Gebäude eingereicht“, erklärt Arnulf Preis, Obermeister der Innung. Zehn Betriebe beteiligten sich an dem Wettbewerb, fünf Objekte wählte die Jury aus. Einstimmig, wie sie betonte.

Danach lag die Entscheidung in der Hand der Leser der Oberhessischen Presse. Mit Stimmcoupons durften sie entscheiden, welcher Betrieb den Fassadenpreis 2010 erhalten sollte. Ein Preis, der, wie Landrat und Schirmherr Robert Fischbach befindet, „eine wunderschöne Visitenkarte für die Maler- und Lackiererinnung ist.“

Und ein Preis, der ein bisschen Spannung verdient hat. Langsam, schneckentempo-langsam, zieht Fischbach den Zettel mit dem Ergebnis aus dem Umschlag, liest erst leise für sich, dann laut für die ungeduldig Wartenden. „Der Große Fassadenpreis 2010“ – Hüsteln, Papierrascheln, Zeitschinden –, „wird verliehen für die energetische Sanierung eines Kindergartens.“ Lachen im Raum, dann lauter Applaus.

Innungsobermeister Preis persönlich hat die Ausschreibung, die er doch selbst vor zwei Jahren mit ins Leben gerufen hat, gewonnen. „Mir ist das fast schon unangenehm, dass ich gewinne“, bekennt Preis. Muss es nicht. Denn knapp zwei Drittel der OP-Leser haben sich für die mit warmen Farben gestaltete Fassade des Kindergartens in Homberg/Ohm entschieden.

Aber auch die sanierte Schulfassade in Rosenthal, durchgeführt von der Firma Farben Reinhardt, die Sporthalle in Wallau, gestaltet von der Firma Rees, ein von dem Malerbetrieb Pausch saniertes Mehrfamilienhaus in Marburg und die Fachwerkfassadenrenovierung in Schweinsberg durch das Unternehmen Heilmann fanden große Beachtung.

„Ihr seid so etwas wie Schönheitschirurgen“, erklärt Kreishandwerksmeister Helmut Henkel. „Ein besseres Image kann man dem Handwerk gar nicht geben, als mit dem Fassadenpreis.“

Im nächsten Jahr, darin sind sich alle Beteiligten einig, werden sie wieder an der Ausschreibung teilnehmen, werden wieder um den kleinen Oscar der Maler und Lackierer wettpinseln.

von Marie Lisa Schulz

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