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Freiwillige Feuerwehr Marburg-Mitte will mehr Fortbildung vor Ort

Jahreshauptversammlung Freiwillige Feuerwehr Marburg-Mitte will mehr Fortbildung vor Ort

Gegen den Hessentrend hat die Freiwillige Feuerwehr Marburg-Mitte im vergangenen Jahr sowohl bei den aktiven Kräften wie auch bei der Jugendfeuerwehr neue Mitglieder gewonnen.

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Wehrführer Dirk Bamberger (links), Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (4. von rechts) und die Leiterin des Brandschutzamts Marburg, Carmen Werner (2. von rechts) mit den neuaufgenommenen, beförderten und geehrten Feuerwehrleuten.

Quelle: Till Conrad

Marburg. Die Freiwillige Feuerwehr Marburg-Mitte zählt mit ihren 115 aktiven Mitgliedern in der Einsatzabteilung, die in zwei Löschzügen und einem Gefahrstoffzug organisiert sind, zu den größten Freiwilligen Feuerwehren hessenweit, berichtete Schriftführer Martin Gottschalt.

„Diese besondere Personalstärke und die Vielzahl der Einsätze, vom Fehlalarm bis hin zum Großbrand mit Gefährdung von Menschenleben, sind Garant dafür, dass der Brandschutz in unserer Universitätsstadt sichergestellt ist“, sagte Gottschalt. Im vergangenen Jahr konnte sich die Einsatzabteilung über sechs Neuaufnahmen freuen.

Die Jugendfeuerwehr gewann zwei Mitglieder hinzu und umfasst nun 19 Mitglieder. Hier sei noch Handlungsbedarf, sagte Wehrführer Dirk Bamberger in seinem Jahresbericht, aber der Negativtrend der vergangenen Jahre sei umgedreht worden.

324 Einsätze

Insgesamt rückte die Freiwillige Feuerwehr Marburg-Mitte im vergangenen Jahr 324 mal aus. Dabei ist mehr als jeder dritte Alarm ein Fehlalarm: genau 113 Mal rückte die Feuerwehr vergeblich aus.

Gottschalt berichtete zudem von 105 Hilfeleistungen, wie die Beseitigung von Ölspuren oder Tragehilfen für den Rettungsdienst, und fast exakt der gleichen Anzahl von Bränden, die gelöscht wurden: genau 106.

Der neue Oberbürgermeister und Brandschutzdezernent Dr. Thomas Spies dankte den Feuerwehrkameraden für ihren Einsatz und sagte, die Stadt sei stolz auf ihre Feuerwehr.

In seinem Jahresbericht freute sich Wehrführer Bamberger darüber, dass seine Wehr hessenweit einen der besten „Zielerreichungsgrade“ habe. Die gesetzliche Hilfsfrist von 10 Minuten könne in den meisten Fällen eingehalten werden.

Die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Bauerbach („Eine Erfolgsstory“) und der Werksfeuerwehr am Klinikum habe viel zur Entspannung der Situation und zur Entlastung der Einsatzkräfte beigetragen, sagte Bamberger.

Zur Entlastung der Einsatzkräfte, so Bamberger, könnte zudem beitragen, wenn ein Teil der Fortbildungen nicht mehr in der Landesfeuerwehrschule in Kassel stattfinde, sondern vor Ort organisiert werde.

Wehr erhält 2016 neuen Rüstwagen

Einen ersten Schritt in diese Richtung gibt es: Erstmals findet in diesem Jahr der Lehrgang „Technische Hilfe Verkehrsunfall“ auf Landkreisebene statt.

Der Zugführer des Gefahrstoffzuges, Gero Becker, stellte den neuen „Abrollbehälter Umweltschutz“ vor. Dabei handelt es sich um einen Container, der komplett mit den für einen Gefahrgutunfall notwendigen Utensilien ausgerüstet ist und im Bedarfsfall zum Katastrophenort gezogen wird. Dank dieser 200000 Euro teuren Neuanschaffung könne nun schneller und organisiert bei der Gefahrstoffbekämpfung eingegriffen werden. Er ersetzt den bisherigen, fast 30 Jahre alten Abrollbehälter. Zudem soll noch in diesem Jahr ein neuer Rüstwagen in Dienst gestellt werden, der für die technische Hilfeleistung zum Beispiel nach Unfällen dient.

Als Nachfolger von Sascha Köhler, der aus Marburg verzogen ist, wurde Jens Seipp zum neuen Stellvertretenden Wehrführer gewählt. Seipp, der auch Sprecher der Ehrenamtlichen Einsatzkräfte ist, kündigte an, dieses Amt bei der nächsten Wahl im kommenden Jahr zurückgeben zu wollen. Dann wird auch Dirk Bamberger nicht mehr als Wehrführer kandidieren. Bamberger kündigte an, sein Amt 2017 nach zehn Jahren zur Verfügung zu stellen.

Ab Frühjahr stehen wieder Theaterwachen an

Mit der Neueröffnung der Stadthalle im Mai/Juni wird die Belastung der Freiwilligen Feuerwehr Marburg-Mitte wieder steigen: Dann stehen wieder Theaterwachen durch die Feuerwehr an. Bamberger kündigte an, diese Wachen zu „öffnen“ für alle Stadtteil-Wehren. Das sei auch ein Weg, um das Zusammengehörigkeitsgefühl der Marburger Wehren zu stärken.

Aufnahmen in die Feuerwehr: Jesse Barham, Elisabeth Böcher, Niels Faulhaber, Daniel Feldt, Lorenz Fokul, Moritz Hämel, Daniel Holtorf, Mirko Andreas Koch, Mirko Melz, Florian Ritterbusch, Sebastian Weiershäuser, Marco-Lothar Baysal, Janina Brauer, Niclas Brünjes, Svenja Dippoldsmann, Tim Elger, Lukas Ruppenthal, Kevin Wiechert, Jonas Wrobel, Tobias Kilian.

Beförderung zum/r Feuerwehrmann/-frau: Enno Kummerfeldt, Regina Staab, Antonia Unland, Jörg Dati.

Beförderung zum Oberfeuerwehrmann: Daniel Feldt, Julius Hahn, Chris Nacke, Johannes Parwulski, Tim Elger, Martin Sassen, Kevin Wiechert.

Beförderung zum/r Hauptfeuerwehrmann/-frau: Benjamin Heidelmeier, Dennis Raschke, Roberte Stetefeld, Janina Brauer.

Beförderung zum Löschmeister: Rüdiger Ellinghaus, Martin Gottschalt, Steffen Griebe.

Beförderung zum Oberlöschmeister: Tobias Henkelmann

Ehrungen:

20 Jahre aktiver Dienst: Martin Keßler, Jens Seipp

10 Jahre aktiver Dienst: Hendrik Budke

Einsatzmedaille Fluthilfe 2013: Dennis Raschke

von Till Conrad

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