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Freispruch für Marburger Arzt

Vorwurf: Sexueller Missbrauch Freispruch für Marburger Arzt

Das Marburger Landgericht hat in der Berufungsverhandlung den Marburger Arzt freigesprochen, der das Arzt-Patienten-Verhältnis zu sexuellen Kontakten mit einem Drogenabhängigen missbraucht haben soll.

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Der Angeklagte Marburger Arzt mit seinem Verteidiger Frank Richtberg.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Der 51-Jährige war in erster Instanz vor dem Amtsgericht zu einem Jahr und zehn Monaten Haftstrafe auf Bewährung sowie einer Geldstrafe von 10.000 Euro verurteilt worden. Dieses Urteil hob der vorsitzende Richter Dr. Frank Oehm nun auf. Die Berufung der Staatsanwaltschaft wurde verworfen.

Im Laufe des Prozesses habe es eine Menge "Hass, Wut und verengte Blicke" gegeben, es sei eine regelrechte "Hexenjagd" veranstaltet worden, führte Oehm aus. Letztendlich gebe es aber keinen Grund für eine Verurteilung, denn die könne sich lediglich auf Aussagen des inzwischen verstorbenen mutmaßlichen Opfers gründen, begründete er die Entscheidung des Gerichts. Von dem Sexualpartner des Arztes sei jedoch bekannt, dass er mindestens zweimal während einer Vernehmung gelogen habe. Allein die Tatsache, dass es sexuelle Handlungen gegeben habe, reiche für die Verurteilung des Mediziners nicht aus.

von Peter Gassner

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Richter: "unappetitliche Hexenjagd"

Der Marburger Arzt, der einen Patienten gegen Drogen zu Sex genötigt haben soll, ist in zweiter Instanz vor dem Landgericht freigesprochen worden.

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