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Freie Fahrt voraus auf der Draisine

Weltkindertagsfest Freie Fahrt voraus auf der Draisine

Bei strahlend blauem Himmel und warmen Sonnenstrahlen auf der Haut wurde am Sonntag auf dem Gelände der Waggonhalle das Weltkindertagsfest gefeiert.

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„Rotkehlchen“-Leiterin Marion Breu nahm die Kinder mit auf eine Draisine-Reise.

Quelle: Nigar Gashimi

Marburg. „Am allerbesten hat mir die Fahrt mit der Draisine gefallen, weil die so schnell und zackig war“, sagte Wanda und strahlte dabei bis über beide Ohren. „Und, dass ich meine eigene Kresse säen durfte“, fügte sie noch schnell hinzu und zeigte auf das von ihr bunt bemalte kleine Ton-Töpfchen.

Ein buntes und vielseitiges Programm erwartete die Gäste, die den Platz nach und nach füllten. Mehr als 20 Stände waren vertreten, die zu einem individuellen Programm einluden. Wie zum Beispiel das Büchsenwerfen, das nach getaner Arbeit ein Geschenk aus einem Koffer voller Überraschungen versprach. Auch Basketball wurde gespielt, während daneben ein Jonglagekünstler sein Können unter Beweis stellte.

Das Marburger Väterbüro zeigte den Abenteurern unter den Besuchern wie man im Freien und ohne Streichhölzer eigenhändig Feuer machen könnte. Die islamische Gemeinde verzierte mit Henna die kleinen Hände mit ornamentalen und floralen Mustern aus dem fernen Orient und hatte dabei stets die Bänke gefüllt mit junger Kundschaft.

Eigenes Stockbrot über das Feuer gehalten

Für den günstigen Preis einer müden Murmel konnte sogar eine Fahrt auf dem Kinderkarussell angetreten werden. Und als Stärkung gab es für Groß und Klein nicht nur leckeren Kuchen und selbst gemachte Süßigkeiten am Stand der Unicef-Arbeitsgruppe, sondern man konnte sich sogar sein eigenes Stockbrot über das Feuer halten.

Neben den zahlreichen Aktionen und Spielen legten einige Stände den Fokus auf Wissensvermittlung. Zum Beispiel konnten die Besucher sich unter anderem über Kinderarmut und Kinderrechte informieren. Während sich auf der Bühne bereits die nächsten Musiker einfanden und einstimmten, sollte in einem kleinen, zunächst unscheinbaren Raum hinter der Bühne ein Film präsentiert werden. Ein kleiner gemütlich eingerichteter Kino­raum erwartete einen beim Eintritt, ausgestattet mit einem Ofen und einer großen Topfpflanze, die den Raum wie ein Wohnzimmer wirken ließ. „Gibt’s hier jetzt kein Popcorn?“, rief ein junger Zuschauer und löste damit schallendes Gelächter aus.Aljoscha Tischkan und Felipe Barbara Da Cruz präsentierten an diesem Nachmittag einen zehnminütigen Einblick in das Projekt „Blick durch das Objektiv“, das sie seit zwei Wochen mit Schülern der Richtsberger Gesamtschule realisieren. Dabei führten sie die „normalen“ Klassen und die sogenannten Intensivklassen, in denen geflüchtete Kinder lernen, zusammen. Der Pädagoge und der Medienwissenschaftler leiten die Jugendlichen dabei an, selbst Kurzfilme und Musikvideos mit verschiedenen thematischen Inhalten zu produzieren. Dazu boten sie den Jugendlichen unter anderem auch Kamera­workshops an. Die gezeigten Ausschnitte sind nur ein kleiner Vorgeschmack zu einem ganzen Film, der Ende des Jahres im Cineplex gezeigt werden soll.

Mittlerweile war das Bühnenspektakel in vollem Gange und das Musiker-Duo Jan und Henri erfreuten das Publikum mit ihren Liedern und Animationen, die sichtlich nicht nur die kleinen Gäste belustigten. Auf der Bühne gab es schon einiges an diesem Tag, das die Gäste nachhaltig beeindruckte wie Milena erzählte: „Ich durfte dem Zauberer Juno assistieren und ganz besonders toll fand ich auch die Akrobaten.“

von Nigar Ghasimi

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