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Frauen hält es kaum auf den Stühlen

Weiberfasching Frauen hält es kaum auf den Stühlen

Sie sind schwer zu ergattern und meist schon im Vorfeld ausverkauft: die Eintrittskarten für den Weiberfasching des „Festausschuss Marburger Karneval“ (FMK).

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Ein geradezu „teuflisches“ Vergnügen hatten die Besucherinnen des Weiberfaschings im Marbacher Bürgerhaus.

Quelle: Michael Hoffsteter

Marbach. Doch diesmal hätte die Veranstaltung im vollbesetzten Marbacher Bürgerhaus noch einige „Weiber“ mehr verkraften können. Mit Helau und Radau startete der Marburger Karneval am Donnerstagabend in die heiße Endphase der fünften Jahreszeit. Auf der Bühne zeigte überwiegend der „Mann“, dass er auch ganz anders kann: tolle Tänzer, charmante Anmacher oder auch mal richtig den Macho raushängen lassen.

Die „Weiber“ im Saal kamen jedenfalls voll auf ihre Kosten. Mit der lustigen, ausgelassenen und zu jeder Verrücktheit bereiten Gruppe „Aerobic Dream“ grölte zum Schluss der ganze Saal „Aber scheiß drauf, Fasching ist nur einmal im Jahr, ole, ole und schalala.“ Zweifelsohne einer der größten Höhepunkte des Abends, der erst nach drei Zugaben kurz vor Mitternacht endete, sodass die Tanzfläche endlich freigeben werden konnte.

Denn nun war auch laut FMK-Präsident und Moderator Markus Braun, der souverän durch das Programm geführt hatte, nur noch „feiern, bis der Arzt kommt“ angesagt. Schon sehr früh am Abend waren die „Weiber“ kaum auf den Stühlen zu halten gewesen und rockten auf der Stelle spätestens bei der „Musikalischen Zeitreise des Männerballetts des FV Bracht“, was das Kostüm aushielt.

Weiberfasching - BGH Marbach - GBK Grüningen "Männerballett Dschungelbuch" - 12.Februar2015 : Foto / Michael Hoffsteter

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Ein Höhepunkt jagte den anderen. Die „Aansdorfer Domspatzen“ mischten den Saal, nach dem Auftritt von „Helene Fischer“ (FMK-Präsident Braun) und „Andrea Berg“ (Elferrat Präsident Thomas Sauer), die sich auf der Bühne zusammen einen musikalischen Boxkampf lieferten, noch weiter auf.

„So gehn‘ die Narren, die Narren die gehn so‘“ sangen die Aansdorfer noch einmal bei ihrem Ausmarsch. Zuvor hatten sie zu dem berühmtberüchtigten Song unserer Weltmeister, sich in ihrer Parodie und mit viel Liebe zum Detail der Bewegungsweise der Tiere im Zoo gewidmet. Die Aufführung „Dschungelbuch“ vom „Männerballett GBK Grüningen“ hatte schon allein bei deren Anblick, bevor sie die Bühne überhaupt erreichten, das weibliche Publikum zum lauten Schreien und schrillen Kreischen gebracht. Und so ging es weiter.

Die gelungenen Choreografien, Auftritte, Tänze und Kostüme aller wurden heiß umjubelt – besonders die Aufführung „Hollyroth“ der „Wasserhähne Roth“, der Garde- und Schautanz der Marburger Funken, FMK-Kids, das Tanzmariechen-Medley und der „Kessel Buntes“ des FMK, die Büttenrede des „Hairdresser der besonderen Art“ Flo Neumann, der auf den großen Fastnachtsbühnen im Rhein-Main-Gebiet zu Hause ist. Des Weiteren waren „Skilehrer“ Stefan Mandler und ­Olga Orange „Travestie and more“ mit dabei.

von Elvira Rübeling

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